Ulrike Übelacker-Kühn
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Christian Ude im Gespräch mit BSSB-Vertretern

Gruppenbild Sportgespraech SPD
 
Der Kandidat der SPD für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, war am 21. Februar 2013 zu Gast auf der Olympia-Schießanlage. Der Informationsbesuch gab auch die Gelegenheit zum Austausch von Positionen und Wünschen an die (zukünftige) Landespolitik. So erfuhren die Mitglieder des Landesausschusses aus erster Hand, dass Christian Ude eine Waffensteuer grundlegend ablehnt; er sieht eine solche als „Strafsteuer" an, die ein reines „piesacken" von Sportschützen sei. In diesem Zusammenhang sprach er von „norddeutschen Irritationen".
 
Allerdings plant der SPD-Ministerpräsidenten-Kandidat, an unangemeldeten Kontrollen der Waffenaufbewahrung festzuhalten, auch wollte sich Münchens Stadtoberhaupt nicht auf eine Gebührenfreiheit für die Regelüberpüfungen festlegen. Dagegen gab Landes-Sportbeirats-Mitglied Diana Stachowitz (SPD) zu bedenken, dass es bei diesen Sportwaffen um notwendige Sportgeräte gehe und der ehrenamtliche Bereich betroffen sei. Sie sah indes die Möglichkeit, Gebühren nur im Falle eines Verstoßes (Nachbesichtigung) zu erheben.
 
Dabei stellte der SPD-Spitzenkandidat fest, dass die bisherigen Kontrollen eindeutig bewiesen hätten, dass die Schützen die Waffenaufbewahrung sehr ernst und verantwortungsbewusst betrieben, Aus dieser Gruppe gäbe es fast keine Beanstandungen. Christian Ude machte sich zudem für eine Neuauflage der Amnestieregelung stark. Es müsse möglich sein, Waffen ohne bürokratischen Aufwand abgeben zu können.
 
Ein wichtiges Thema sei die Inklusion von Körperbehinderten in die Schützenvereine. Hier seien die Schützen fast schon zum Modellfall geworden, wie Christian Ude, Diana Stachowitz und Landes-Sportbeirats-Mitglied Harald Güller (SPD) betonten. Die Inklusion Körperbehinderter weiter zu verbessern, sei ein wichtiges Ziel einer potenziellen SPD-geführten Staatsregierung. Allerdings konnte Christian Ude keine Zusagen über entsprechende Zuschüsse geben, die für Umbauten in Schützenhäusern erforderlich wären, um den Körperbehindertensport auf eine breitere Basis zu stellen. Diana Stachowitz regte in diesem Zusammenhang einen Aktionsplan an, der den Bedarf feststellen und gegebenenfalls Stützpunkte festlegen soll, um eine möglichst hohe Flächendeckung zu erreichen.
 
SPD-Spitzenkandidat Christian Ude versprach, weiterhin den Dialog mit den bayerischen Schützen zu halten und bat um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 22. Februar 2013 10:31 Uhr