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Böller - Informationen

Zusammenstellung aller Boellervereine und Gruppen im BSSB
 
 
 
Merkblatt Böller Wiederholungsbeschluss
 
 
 
Checkliste zur Organisation von Böllerschützentreffen
 
 
 
Die Broschüre  "Sicherheitsregeln für Böllerschützen"
Fassung Januar 2011 kann unter www.bestellen.bayern.de
gegen einen Unkostenbeitrag von 5 € plus Versand
bezogen werden.
 
Merkblatt (Auszug aus der Bayerischen Böllerschützenordnung Stand Aug.2014)  
 
 
 
 

Wie werde ich „Böllerschütze"?


Fragen rund ums Böllerschießen (Stand 09.08.2014)




Persönliche Voraussetzungen zum Böllerschießen:
  • Mindestalter 21 bzw. in Ausnahmefällen 18 Jahre
  • Körperliche und geistige Gesundheit

Zuerst ist bei der für den Wohnsitz zuständigen Verwaltungsbehörde (in Bayern Landratsamt, Kreisfreie Stadt oder Kreisverwaltungsreferat) eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung (UB) zu beantragen. Wenn diese UB vorliegt, kann bei einem anerkannten Lehrgangsträger an einem Lehrgang zur Erlangung der Fachkunde teilgenommen werden. Dieser Lehrgang schließt mit einer Prüfung und dazugehörigem Zeugnis vor dem Gewerbeaufsichtsamt ab. Mit diesem Zeugnis kann man bei der zuständigen Verwaltungsbehörde (siehe oben) die Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz (SprengG) beantragen. Die Erlaubnis ist in der Regel gültig für fünf Jahre, dann muss rechtzeitig vor Ablauf der fünf Jahre, für weitere fünf Jahre eine Verlängerung beantragt werden.

Die Gebühren dafür sind je nach Landkreis verschieden und werden von den jeweiligen Kreistagen festgelegt.
Weiter benötigt der Schütze eine Haftpflichtversicherung über mindestens 1.000.000,- Euro. Diese ist bei Vereinen, die dem Bayerischen Sportschützenbund e.V. angeschlossen sind, über die Gruppenversicherung bereits im Mitgliedsbeitrag für alle Mitglieder enthalten. Eine private Haftpflichtversicherung ist dessen ungeachtet zwingend erforderlich, weil durch den BSSB nur die Ereignisse, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Böllerschießen stehen versichert sind.
Für die Risiken aus dem privaten Transport von BP, vom Händler nach Hause und für die Aufbewahrung zuhause steht die private Haftpflichtversicherung ein.

Wir empfehlen jedem Böllerschützen, von seiner bestehenden privaten Haftpflichtversicherung eine schriftliche Bestätigung zu erwirken, aus der genau hervorgeht, dass das Risiko aus dem Umgang – wozu auch der Besitz und die Lagerung zählen - mit Böllerpulver mitversichert ist.



Voraussetzungen für Vereine:

Böllerschützen erhalten grundsätzlich die Erlaubnis nach § 27 SprengG nur zum gemeinsamen Schießen im Namen oder Auftrag eines Vereines. Der Verein muss dazu die Mitgliedschaft des Antragstellers bestätigen. Anderen Personen ist das Böllerschießen grundsätzlich verboten.
Jedes Böllerschießen ist der zuständigen Polizeidienstelle rechtzeitig (48 Std. vorher) zu melden.

Ebenfalls ist die Gemeinde vor dem Schießen zu verständigen. Sie muss zwar das Böllerschießen nicht mehr genehmigen oder erlauben, aber die Gemeinden haben ein Vetorecht im Hinblick auf zeitliche oder auch örtliche Abläufe.
(z.B. kann das Schießen während der hl. Messe oder des Gottesdienstes oder neben dem Kindergarten, Altenheim bzw. Krankenhaus untersagt werden).

Bei größeren Veranstaltungen sollte diese Meldung vorzugsweise schriftlich zwecks Nachweis
(Art. 19 Landesstraf- und Verordnungsgesetz LStVG) erfolgen. (siehe Bayer. Böllerschützenordnung)



Mit welchen Geräten wird geschossen?

Man spricht von Geräten und nicht von Waffen, weil kein „Geschoss durch den Lauf getrieben" wird.  Deshalb unterliegen Böller auch nur in einem Punkt dem Waffengesetz, sie müssen in regelmäßigen Abständen (alle fünf Jahre) von den Beschussämtern überprüft und im Fall von Standböllern, Böllerkanonen und Kartuschen auch praktisch beschossen werden.

Zum Böllerschießen sind mehrere Böllergeräte zulässig:

Handböller
Schaftböller (auch Prangerstutzen genannt)
Standböller
Kanonen (Vorderlader- oder Kartuschen-Kanonen).

Hand- sowie Schaftböller bestehen aus dem Schaft (aus Holz), dem Schloss mit Abzug und Hammer, dem Piston zur Aufnahme des Anzündhütchens sowie dem Lauf. Der Standböller wird wie der Name schon sagt auf den Boden „gestellt" und der Zündmechanismus (Schlagbolzen auf Anzündhütchen) mit einer Abzugsschnur ausgelöst.  Bei den Kanonen sind Vorderlader mit Anzündhütchen-Zündung (Perkussion) sowie Hinterladerkanonen mit Kartuschen, die vorher bereits fertig mit Anzündhütchen, Pulver und Korken geladen werden.

Vorderladerwaffen erhalten einen Waffenbeschuss und sind zum Böller- oder Salutschiessen nicht zugelassen. Für diese Fälle ist eine Erlaubnis nach dem Waffengesetz § 45 für „das Schießen außerhalb geschlossener Schießstätten" erforderlich.



Womit wird geschossen?

Verwendet wird ausschließlich Böllerpulver. Hierbei handelt es sich um Schwarzpulver, das im Hinblick auf Abbrandeigenschaften und Körnung speziell für die Verwendung in Böllergeräten abgestimmt ist. Zur Aufbewahrung ist ein stabiler Schrank aus Stahlblech oder eine massive Holzkiste erforderlich.  Mit dem Erhalt der Erlaubnis nach § 27 SprengG darf das Böllerpulver erworben, verwendet, verbracht (= transportiert), aufbewahrt und vernichtet werden. Die in fünf Jahren zu erwerbende Pulvermenge wird in der Regel auf 20 kg begrenzt. Der Böller darf ausschließlich mit Korken verdämmt werden.

Zubehör zum Böllerschiessen
Es gibt eine bestimmte Grundausstattung, die jeder Böllerschütze haben sollte:

-    Böllergerät
-    Pulvertasche aus Leder
-    Ladestock
-    Ladehammer
-    Pistonschlüssel
-    Gehörschutz (Ohrstöpsel)



Wer stellt Böller her?

In Bayern sind mehrere Böllerhersteller ansässig (siehe Internet). Sie alle bieten komplette Böller mit Zubehör an. Auch einige Waffengeschäfte bieten Böller zum Kauf an. Personen über 18 Jahre können Böller (wie auch z.B. Luftgewehre oder Vorderladerwaffen) erwerben. Auch ist es möglich einen Böller selbst herzustellen, zweckmäßigerweise aus nichtrostendem Edelstahl. Dazu sind verschiedene Vorschriften zu beachten, denn jeder Böller benötigt vor der Verwendung einen amtlichen Beschuss, der alle fünf Jahre zu wiederholen ist. Für die Einhaltung der Frist ist jeder Böllerbesitzer selbst verantwortlich.


In Bayern gibt es zwei Beschussämter:

Nordbayern:  97638 Mellrichstadt, Lohstraße 5
Südbayern:    81000 München, Franz-Schrank-Str. 9




Zusammenfassung:

1.    Unbedenklichkeitsbescheinigung
2.    Mindestalter 21 Jahre
3.    Körperliche und geistige Eignung (persönliche Eignung)
4.    Lehrgang zur Erlangung der Fachkunde mit Prüfung
5.    Bedürfnisbescheinigung des Vereines
6.    Erlaubnis nach § 27 SprengG
7.    Beschuss des Böllergerätes




Kleidung – einheitliche Tracht

Jeder Böllerschützenverein sollte sich bewusst sein, dass er stets im Rampenlicht aktiv ist. Deshalb ist ein „sauberes" Auftreten und eine einheitliche Tracht sowie einheitliche Böllerutensilien (einige mit Rucksack, einige mit Pulvertasche umgehängt, einige mit Aldi-Plastiktüten, einige mit Tupperschüsseln – alles wurde schon gesehen) sehr wichtig.



Bewusstsein für Brauchtum und Tradition

Die Anlässe zum Böllerschießen sollten nicht willkürlich gewählt oder gar gegen Bezahlung erkauft werden. Zur Einweihung eines Supermarktes oder eines Autohauses soll das Böllerschießen nicht missbraucht werden. Es gibt genügend kirchliche und weltliche Anlässe, um das Brauchtum authentisch zu pflegen.



Historische Abhandlung

Böllerschießen gibt es nachweislich seit dem Ende des 17. Jahrhunderts in Franken. Wer das Pulver als erstes verwendete, ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass  das Schwarzpulver (eine Mischung aus Kaliumnitrat, Holzkohle und Schwefel) zuerst in Indien, ab dem 12. Jahrhundert sicher in China und ab dem 14. Jahrhundert auch in Europa verwendet wurde.

Seitdem  wird das Pulver für Feuerwerke (China, erste Raketen) und Waffen (Portugal, Niederlande, Spanien - Mörser, Kanonen, Musketen) aber auch zum „Krach machen" verwendet. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Chinesen das Pulver für Schießzwecke erst von den Europäern übernommen haben.
Böllerschüsse waren stets ein Zeichen besonderer Freude und sollten ein wichtiges Ereignis durch das Krachen der Schüsse noch betonen. So sind in historischen Quellen die Böller bei Hochzeiten, Geburten, zu Ehren hochgestellter Persönlichkeiten oder auch bei besonderen Anlässen wie Stadt- und Kirchenjubiläen abgefeuert worden. Am Königssee wurden zur Demonstration des Echos bis zur Zeit des Prinzregenten Luitpold Böller abgeschossen. Da der Prinzregent jedoch durch das Böllern das Wild in seinem umliegenden Jagdrevier gestört sah, wurde es durch Trompetenspiel ersetzt.
Stets versuchten die Landesherren,  wegen häufiger Unfälle das unkontrollierte Böllerschießen zu reglementieren oder sogar ganz zu verbieten – wir wissen, dass dies bis heute nicht ganz gelungen ist!



Verbringen von Böllerpulver

Böllerpulver unterliegt dem Sprengstoffgesetz und damit auch den Gefahrguttransportvorschriften. Nach ADR (Internationales Abkommen über den Transport gefährlicher  Güter auf Straße und Schiene) dürfen Privatpersonen für Freizeit und Sport bis zu drei Kilogramm Böllerpulver
(UN 0027 Schwarzpulver 1.1. D) ohne weitere Auflagen oder Beschränkungen transportieren. Voraussetzung hierfür ist die einzelhandelgerechte Verpackung einschließlich Kennzeichnung und die Ladungssicherung. Als einzelhandelsgerecht
verpackt wird auch die Aufteilung in schussfertigen Einzelladungen mit z.B. Pulverröhrchen u.s.w. angesehen.
Ein sicherer Transport muss jedoch auch hier gewährleistet sein.
Achtung: Es darf kein Böllerpulver ins Ausland mitgenommen werden!
Beim Besuch ausländischer Veranstaltungen muss das Pulver vor Ort erworben und verbraucht werden.
Auch die Mitnahme von Böllerpulver zurück nach Deutschland ist nicht gestattet.
Der Pulvertransport in öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. Bahn, Bus, Flugzeug)- auch in einem für einen Vereinsausflug
angemieteten Bus eines gewerblichen Busunternehmers - ist verboten.

Tragen von Böllerpulver und Anzündhütchen in oder an der Kleidung ist generell verboten!

Weitere Auskünfte die im Zusammenhang mit dem Schießen von Böllern stehen, können im Handbuch „Sicherheitsregeln für Böllerschützen" Bayerisches Landesamt für Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik nachgelesen werden:
 
www.verwaltung.bayern.de/1067730.3980794/index.htm
 
diese Informationen als PDF-Datei









Gründung einer Böllergruppe im Schützenverein


Bei der Neugründung einer Böllergruppe sind folgende Punkte zu beachten:

1. Böllergruppe gründen (Versammlungsprotokoll)

2. Böllerkommandanten oder Schussmeister ernennen

3. Antrag auf Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung
gem. §34 Abs. 2 der 1.Verordnung zum Waffengesetz stellen (Antrag bekommt man beim Landratsamt / Ordnungsamt)

4. Lehrgang mit Prüfung §32 der 1.Spreng.V. bei einem staatlich anerkannten Lehrgangsträger u. Gewerbeaufsichtsamt ablegen

5. Böller kaufen beim Fachmann (auf aktuellen Beschuss achten)

6. Antrag auf Erlaubnis §27 Sprengstoffgesetz und Kopie des Prüfungs-zeugnisses sowie Beschusszeugnis des Böllers ans Landratsamt einreichen. (Antrag §27 bekommt man beim Landratsamt / Ordnungsamt)

Erhebungsbogen für den betreffenden Bezirk ausfüllen und an den zuständigen Bezirksreferenten schicken

www.bssb.de/Tradition-Böllerschützen-Formulare-Erhebungsbogen


Achtung!

Der Schussmeister oder Böllerkommandant ist für die korrekte und exakte Durchführung der einzelnen Schießformationen und den korrekten Auftritt der Böllergruppe verantwortlich. Für das Schießen ist jedoch jeder Schütze selbst verantwortlich (Eigenverantwortlichkeit)!

Bitte das Handbuch „Sicherheitsregeln für Böllerschützen" des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz beachten, sowie die Böllerordnung des Bayerischen Sportschützenbundes.


diese Informationen als pdf-Datei







Gründung einer Selbständigen Böllergruppe (Böllerverein)


Warum einen e.V. gründen?

Der eingetragene Verein e.V. zählt in Deutschland zu den häufigsten Gesellschaftsformen.
Die Rechtsform des e.V. wird regelmäßig gewählt, wenn
- sich eine größere Zahl von Personen zu einem nichtwirtschaftlichen Zweck zusammen schließt und
- Aufnahme und Ausscheiden von Mitgliedern unkompliziert von statten gehen sollen.

Vorteile des e.V. sind:

- Der Vorstand ist grundsätzlich von den Risiken einer vertraglichen Haftung (also den typischen wirtschaftlichen Risiken)
  geschützt (Organhaftung).
- Die Mitglieder haften nicht für den Verein.
- Der e.V. kann als Körperschaft gemeinnützig sein.
- Der e.V. ist eine grundsätzlich demokratische Organisationsform mit gleichen Rechten und Pflichten für alle Mitglieder.
- Die Gründungskosten sind relativ niedrig.
- Es wird kein Mindestkapital benötigt (wie z.B. bei einer GmbH).


Nachteile des e.V. sind:

- Er kann in aller Regel keine wirtschaftlichen Zwecke (gewerbliche oder Erwerbszwecke) -haben und darf sich nur
  nebenher und nachrangig wirtschaftlich betätigen (Nebenzweckprivileg).
- Die Gründung stellt bestimmte Anforderungen, wie Erstellung einer Satzung und Wahl des Vorstandes.
- Er benötigt zur Gründung mindestens 7 Mitglieder.


Was kostet die Gründung eines e.V.?

- Die Notargebühr für die Beglaubigung der Anmeldung (ca. 11,60.- zuzüglich Schreib-u. Zustellgebühren)
- Der Registergebühr für eine Eintragung beim zuständigen Amtsgericht (ca. 52.-bei normalen Vereinsgründungen).
- Die Bekanntmachung der Eintragung (ca.10.-bis 30.-). Zusammen sind das ca. 75 bis 120.-


Ablauf der Gründung

Für die Gründung eines e.V. sind mindestens sieben Mitglieder erforderlich. Ist der Verein eingetragen, darf die Mitgliederzahl grundsätzlich nicht unter drei Mitglieder sinken.
Als erstes muss eine Satzung erstellt und mit den Gründungsmitgliedern diskutiert und beschlossen werden.
Sie enthält die wichtigsten Regelungen für die Zusammenarbeit im Verein. Soll der Verein gemeinnützig werden, sollte die Satzung unbedingt vor der Anmeldung zum Vereinsregister, dem Finanzamt zur Prüfung vorgelegt werden. Hat das Finanzamt nämlich Bedenken bei der Gewährung der Gemeinnützigkeit, sind Satzungs-änderungen und damit weiterer organisatorischer Aufwand nötig und zusätzliche Kosten (Notar, Vereinsregister) fällig.

Zusätzlich können Vereinsordnungen (z.B. Finanzordnung, Beitragsordnung, Ehrenordnung) erstellt werden, die Detailregelungen umfassen.
Dann wird eine Gründungsversammlung (mit mindestens 7 Mitgliedern) einberufen. Dort wird
- die Vereinsgründung und die Satzung (eventuell weitere Vereinsordnungen) beschlossen u.
- der Vorstand gewählt.
Die Gründungsversammlung muss von mindestens 7 Mitgliedern nach Möglichkeit bei der Gründungsversammlung unterschrieben werden.
Ebenfalls erstellt werden muss ein Protokoll der Gründungsversammlung, das entsprechend den Satzungsregelungen unterschrieben sein muss.


Eintragung des Vereins

Die Anmeldung beim Vereinsregister (das beim örtlichen Amtsgericht angesiedelt ist) muss durch einen Notar beglaubigt werden (Unterschriften).
Neben dem Anmeldeschreiben müssen beim Registergericht das Original der Gründungssatzung und das Gründungsprotokoll vorgelegt werden. Die notarielle Anmeldung erfolgt durch den Vorstand (d.h. durch die vertretungsberechtigten Mitglieder). Bei der Erstanmeldung müssen alle Vorstandsmitglieder persönlich erscheinen. (Personalausweis nicht vergessen).
Nach der Registereintragung erhält der Verein einen Registerauszug, mit dem er die Eintragung nachweist. Der Registerauszug dient als Nachweis des e.V.-Status.
Er wird z.B. bei der Eröffnung eines Bankkontos und beim Finanzamt verlangt.


Die Satzung

Für die Erstellung der Satzung ist nicht unbedingt die Hilfe eines Rechtsanwaltes erforderlich.
Die vielfach erhältlichen Mustersatzungen sind meist eine gute Orientierung. Auch die Satzung eines Vereins mit ähnlicher Tätigkeit ist eine Hilfe.
Zwingende Bestandteile der Satzung sind:
- Vereinsname
- Vereinssitz (nur den Ort, nicht die Straße angeben)
- Regelung zur Eintragung des Vereins
- Vereinszweck
- Aus-und Eintritt von Mitgliedern
- Mitgliedsbeiträge
- Beurkundung von Beschlüssen (Protokollierung)
- Bildung des Vorstandes
- Einberufung der Mitgliederversammlung (wann und wie)

Eine Mustersatzung steht auf der Homepage des BSSB zur Verfügung.

Fehlt einer dieser Satzungsbestandteile, lehnt das Registergericht die Eintragung grundsätzlich ab.


Der Vereinsname

Der Name des Vereins muss sich von anderen Vereinen im Registerbezirk deutlich unterscheiden.
Er darf außerdem nicht irreführend sein (indem z.B. über Art und Größe des Vereins täuscht).
Bitte recherchieren Sie gründlich nach, ob der Name nicht schon in Gebrauch ist.


Der Vorstand

Der Vorstand ist neben der Mitgliederversammlung das einzige Pflichtorgan. Er leitet den Verein und vertritt ihn nach außen gemäß § 26 BGB (Geschäftsordnung u. Vertretung).
Die Zusammensetzung des Vorstandes muss in der Satzung geregelt sein. Anders als vielfach angenommen, muss der Vorstand weder aus mehreren Personen bestehen, noch gibt es bestimmte Pflichtämter (Schriftführer, Kassenwart usw.). In der Regel wird der Vorstand aus ein bis fünf Personen bestehen. Dabei gelten zwei Empfehlungen:
- Ein zu großer Vorstand kann oft später nicht mehr besetzt werden.
- Mehrere Personen im Vorstand können sich gegenseitig kontrollieren und der Verein wird nicht beim Ausfall
  (Krankheit, Rücktritt) des einzigen Vorstandsmitglieds handlungsunfähig.
- Unterschieden werden die Vorstandsmitglieder nach ihrer Berechtigung, den Verein zu vertreten.
- Vorstandsmitglieder im Sinne des § 26 BGB werden ins Vereinsregister eingetragen.
- Mitglieder des erweiterten Vorstandes haben keine Vertretungsberechtigung und werden nicht eingetragen.
  Im Vorstand haben sie ansonsten die gleichen (Stimm-) Rechte.


Die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist das Hauptorgan des Vereins. Sie kann dem Vorstand Weisungen erteilen und beschließt über alle Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich dem Vorstand zugewiesen werden. Insbesondere gehört dazu die Wahl des Vorstandes, Satzungsänderungen oder die Entlastung des Vorstandes. Außerdem hat sie umfangreiche Auskunftsrechte gegenüber dem Vorstand.
Nur Mitgliederversammlungen, zu denen entsprechend der Satzungsbestimmungen (Form und Frist) eingeladen wurde, sind beschlussfähig. Die Einladung muss nicht zwingend per Post erfolgen, auch eine Einladung per Anzeige in der Zeitung oder per E-Mail ist zulässig, wenn die Satzung das vorsieht. Entscheidend ist, dass Zeitpunkt und Ort der die Mitgliederversammlung so gewählt werden, dass jedes Mitglied ohne größere Erschwernis teilnehmen kann. Wichtig ist bei der Einladung die Tagesordnung.
Eine Hauptversammlung hat gegenüber einer gewöhnlichen Mitgliederversammlung keine Sonderfunktion, es sei denn, die Satzung trifft hier besondere Regelungen.


BSSB Mitgliedschaft

Wenn der Verein dem Bayerischen Sportschützenbund e.V. beitreten will, muss er die Satzung des BSSB anerkennen (kann von der Homepage heruntergeladen werden).

Nach Vereinsgründung und e.V. Unterlagen in Kopie an den zuständigen 1.Gauschützenmeister senden. Dieser beantragt die Aufnahme in den BSSB, danach erhält der neue Verein eine Vereinsnummer.

01.04.2012


diese Informationen als pdf-Datei


"Zu den Angaben in den Verlinkungen übernimmt der BSSB keine Verantwortung"


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. November 2017 08:55 Uhr

 

 



Ihr Ansprechpartner:


Bayerischer Sportschützenbund e.V.

Franz-Xaver Wagner

Frühlingstr. 28

85111 Ochsenfeld

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Telefonsprechstunde: Mi 17-21 Uhr

Telefon (08421) 9089500

 Mobil 0175 6609250

 

 

 

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