Jan-Erik Aeply
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Disziplinen - Schnellfeuer

Die Olympische Schnellfeuer Pistole (OSP) ist eine Kleinkaliberdisziplin und neben der Disziplin Luftpistole und Freie Pistole eine der drei olympischen Pistolendisziplinen für Männer. Wie auch die Freie Pistole wird die OSP ausschließlich von Männern geschossen.
Seit 1920 fester Bestandteil des Olympischen Programms, hat sich keine Disziplin im Laufe der Jahre in den Regeln und in der Durchführung so sehr verändert, wie die OSP. Die letzte Änderung ist seit dem 1.1.2005 in Kraft getreten.
In den ersten Wettkämpfen wurden drei Serien zu je sechs Schuss (insgesamt 18 Schuss) geschossen. Die Zeit für eine Serie betrug damals 8 Sekunden.
1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin gab es dann bereits zwei Durchgänge mit je 6 Schuss in jeweils 8 Sekunden ,6 Sekunden und 4 Sekunden. Somit waren insgesamt schon 36 Treffer möglich.
Nach dem Krieg (1948), als erstmals wieder Olympische Spiele in London ausgetragen wurden, erfolgte abermals eine Änderung der Wettkampfbedingungen. Es wurde erstmals auf fünf Silhouettenscheiben (vorher eine Scheibe) mit konzentrischen Ringen geschossen. Die Anzahl der Schüsse erhöhte sich auf 60 Schuss. Entscheidend für die Wertung war dabei als erstes Kriterium die Anzahl der Treffer und erst im Hinblick darauf spielte die Anzahl der Ringe eine weitere entscheidende Rolle.
Seit 1960 ist man dazu übergegangen, ausschließlich die Ringzahl zu bewerten. 1992 trennte man sich dann noch von den Silhouettenscheiben, die durch runde Scheiben ersetzt wurden. Diese werden bis heute vor allem in der OSP und beim Duellschießen der Frauen verwendet.
Die letzte große Veränderung ist nun seit dem 1.1.2005 in Kraft getreten. Es wird nicht mehr mit dem Kaliber 22lfb kurz geschossen, sondern mit dem herkömmlichen Kaliber 22lfb. Außerdem werden keine speziellen Pistolen mehr verwendet.

Das OSP Schießen hat sich zu einer Domäne der Deutschen Pistolenschützen/-innen entwickelt. In keiner anderen Schießdisziplin wird das Leistungsniveau so sehr von den Schützen eines Landes bestimmt, wie in dieser Disziplin. Allen voran Ralf Schumann, der bereits 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul, Silber gewann, 1992 , 1996 und 2004 Olympiasieger wurde und außerdem unzählige Weltcups und andere internationale Meisterschaften gewann.

Wie in den anderen Disziplinen wird auch in der Disziplin "OSP" in Deutschland ganz besonderer Wert auf den Nachwuchs gelegt. Seit Jahren bestimmen die deutschen Nachwuchschützen das internationale Niveau.
In den 90-iger Jahren gab es keine Welt- und Europameisterschaft aus der nicht mindestens eine deutsche Medaille hervorging.

Frühestens im Alter von 14 Jahren (mit Sondergenehmigung) darf man in Deutschland mit einer Kleinkaliberpistole schießen. Entscheidet man sich in diesem Alter für diese Disziplin, muss man in einem Schützenverein Mitglied werden und kann dann dort am Training teilnehmen.
Von der Vereinsmeisterschaft, über die bayerische Meisterschaft, bis hin zur deutschen Meisterschaft gibt es viele Wettkämpfe auch für Nachwuchsschützen.
Eine Alternative zum OSP Schießen bietet das Schießen mit der 5-schüssigen Luftpistole. Der Unterschied zwischen beiden Schießarten liegt vorwiegend in der Schießentfernung, die 25m bei der OSP bzw. nur 10m bei der 5-schüssige LP beträgt. Das Schießen mit der 5-schüssigen LP wird in Deutschland vor allem bei Nachwuchsschützen/-innen immer beliebter.

Details

Schießentfernung: 25 m
Kaliber: 22 lfb
Altersklassen: Jugend 15-16 Jahre
Junioren B 17-18 Jahre
Junioren A 19-20 Jahre
Männer 21-45 Jahre
Altersklasse 46-




Zuletzt aktualisiert am Samstag, 13. August 2011 18:07 Uhr

 

 

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Bayerischer Sportschützenbund e.V.

 

Thomas Karsch

Ingolstädter Landstrasse 110

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