Ulrike Übelacker-Kühn
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Internationaler Wettkampf München – Tag 3

bssb Druckluftwaffenhalle
 
Am heutigen letzten Finaltag hatten noch einmal die olympischen Klassen, sprich die Frauen und Männer mit dem Luftgewehr und der Luftpistole, ihren großen Auftritt. Dieser zweite Wettkampf innerhalb des IWK München bot den Schützinnen und Schützen die Chance „vermasselte erste Auftritte" noch geradezurücken. Gleich beim ersten Wettkampf dieses Tages, dem der Luftpistolen-Männer, ging das aber kräftig daneben. Der beste deutsche Schütze, Florian Schmidt (Frankfurt/Oder), rangierte auf Rang 15. Der nächste bayerisch-deutsche Bewerber war mit Tobias Piechaczek dann auf Rang 31 zu finden. Gold ging nach einer souveränen Vorstellung an den Russen Vladimir Goncharov.
 
Und auch im zweiten Finale des Tages konnte sich der bayerisch-deutsche Schlachtenbummler das Daumendrücken sparen: Der beste Luftgewehrschütze der DSB-Equipe fand sich mit Julian Justus (Homberg/Ohm) auf Rang 22, gefolgt von Nikolas Schallenberger auf 24 und Daniel Brodmeier auf 31. In einem engen Final-Match setzte sich letztendlich der Ungar Peter Sidi durch.
 
Leider wurde auch die Hoffnung, endlich im dritten Finale des Tages, dem der Luftpistolen-Frauen, eine bayerische oder wenigstens deutsche Schützin anfeuern zu können, nicht erfüllt. Monika Karsch steigerte sich zwar gegenüber dem 1. Wettkampf vorgestern um drei Ringe auf 381 Zähler, aber mehr als ein 13. Platz sprang dabei in diesem hochkarätigen Starterfeld nicht heraus. Damit war sie beste Teilnehmerin des DSB. Sandra Hornung, die im 1. Wettkampf den Einzug ins Finale geschafft hatte, kam mit 380 Ringen auf Rang 17. Munkhbayar Dorjsuren traf es da sogar noch schlimmer. War ihre Ausbeute im 1. Wettkampf ein sechster Platz gewesen, fiel sie nun mit 375 Ringen auf den 40. Platz zurück. Es bleibt also bei den Pistolen-Frauen spannend, wen DSB-Trainer Jan-Eric Aeply mit zur Europameisterschaft mitnehmen wird. Die endgültige Entscheidung wird morgen bei einem zusätzlichen Qualifikationswettkampf fallen. Die Gewinnerin des 2. Luftpistolen-Frauen-Wettkampfs war auch die Gewinnerin des 1. Luftpistolen-Frauen-Wettkampfs: Die für die Kgl. priv. HSG München in der Bundesliga schießende Ukrainerin Olena Kostevych. Sie wurde zudem mit dem Ehrenpreis der Firma Feinwerkbau, einer nagelneuen Luftpistole, belohnt. Ausgelobt ist der Ehrenpreis für denjenigen Schützen, bzw. diejenige Schützin, der/die dem Weltrekord bei den IWK-Wettkämpfen am nächsten kommt.
 
Wenn der Wurm drin ist, dann ist er drin! In der Frauenkonkurrenz der Luftgewehrschützinnen schoss Selina Gschwandtner  gute 417,6 Ringe – das beste Ergebnis aller bayerischen wie deutschen Teilnehmerinnen – aber in dem leistungsstarken Feld reichte dieses Ergebnis eben nur für Rang 10. Dicht auf den Fersen war Selina die bayerische Top-Athletin Barbara Engleder, die 417,4 Ringe beisteuerte und auf Rang 11 landete. Die nächste Deutsche kam dann erst auf Platz 23 rein. Gewinnerin der letzten zu vergebenden Goldmedaille dieses Internationalen Wettkampfs wurde die Kroatin Snjezana Pejcic.
 
Auch für die Gewehrschützen war ein Ehrenpreis ausgelobt. Die Firma Walther stellte ein Druckluftgewehr zur Verfügung. Gewinnerin des Luftgewehrs wurde die Kroatische Juniorenschützin Valentina Gustin, die mit 420,3 Vorkampfringen den bestehenden Juniorenweltrekord um 0,2 Ringe übertroffen hat. Leider wird diese Bestmarke inoffiziell bleiben.
 
Jetzt ist positives Denken angesagt und ein bisschen Aberglaube: Das Beste ist wohl, die geringe Ausbeute der deutschen Athleten als verpatzte Generalprobe vor den Europameisterschaften Ende Februar zu sehen, denn dann wird ja bekanntlich die Performance besonders gut.
 
 
Die Finales können Sie auch im Liveticker verfolgen.
Die vollständigen Ergebnisse finden Sie nach Abschluss der Wettkämpfe hier. (Results)
Bilder aller Finalisten finden Sie hier. (Pictures of the victory ceremony)
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 04. Februar 2016 10:38 Uhr