Ulrike Übelacker-Kühn
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EM für Druckluftwaffen in Maribor – Erfolge der bayerischen Schützen

bssb EM_Maribor
 
Schon am ersten Tag der Druckluft-Europameisterschaften in Maribor (Slowenien) gab es erste Erfolge für das Team Deutschland und die bayerischen Starter zu verbuchen. Die Juniorinnen mit der Luftpistole eröffneten das Tunier und während Jessica Schrader (Niedersachsen) mit Platz 7 knapp den Sprung ins Finale geschafft hatte, erreichten Miriam Piechaczek (Königsberg) und Lea Kleesattel (Langenpreising) mit je 371 Ringen die Plätze 22 und 23 der Qualifikation. Fünf Ringe fehlten beiden für den Final-Einzug.
 
Eine insgesamt dennoch starke Teamleistung, die mit der Silbermedaille in der Mannschaftswertung belohnt wurde. Das Finale entschied die Ungarin Veronika Major, die auch beim IWK in München auftrumpfen konnte, für sich. Jessica Schmid beendete den Wettkampf als Siebte.
 
Die Luftgewehr-Junioren legten am Mittag nach, als bester Deutscher mit 622,0 Ringen verpasste Maximilian Simbeck (Dingolfing) auf Rang 10 knapp das Finale. Nur 0,8 Ringe fehlten ihm zum letzten Finalplatz. Bastian Blos (Nordrhein-Westfalen) beendete die Qualifikation auf Position 22, David Koenders (Hessen) folgte auf Rang 34. Der Russe Andrei Golovkov konnte dieses Finale für sich entscheiden.
 
Am Donnerstagmorgen startete die Qualifikation der Luftgewehr-Juniorinnen. Anna Janshen (Nordrhein-Westfalen), auch beim IWK in Hochbrück erfolgreich, gelang der Final-Einzug auf mit Rang 4, Verena Schmid (Höbing) landete auf Rang 19, Jana Hack (Hessen) landete auf Platz 19. Im Finale konnte Anna Janshen hinter der Französin Jade Bordet und der Schwedin Isabelle Johansson Rang 3 ergattern. Gold gelang dem deutschen Trio hingegen mit 1241,8 Ringen in der Team-Wertung.
 
Bei den Junioren mit der Luftpistole ging „Neu-Bayer" Aleksandar Todorov für Deutschland an den Start. Nach zwei durchwachsenen ersten Serien mit 91 und 93 Ringen, war der Abstand zur Spitze allerdings zu groß, auch dreimal 95 und starke 99 Ringe in Serie 5 reichten nicht, um in diesem starken Feld das Finale zu erreichen. Am Ende blieb nur Rang 17. Auf Rang 15 beendete Nils Strubel (Baden-Württemberg) die Qualifikation, genau wie Todorov mit nur zwei Ringen Abstand zu den Finalisten. Noch knapper scheiterte Robin Walter. Dem Württemberger blieb nur aufgrund der geringeren Anzahl Innenzehner der Weg ins Finale verwehrt. Jener zwei mehr, also 18, hatte am Ende Ernests Erbs (Litauen), der am Ende Bronze gewann. Er musste sich nur dem Russen Anton Aristarkhov und dem Italiener Paolo Monna geschlagen geben. Die aber insgesamt starke Team-Leistung führte zu einer weiteren deutschen Silbermedaille in der Mannschaftswertung.
 
Erstmals werden bei dieser Europameisterschaft auch Titel im Mixed-Team-Wettbewerb vergeben. Diese kombinierte Wertung, bestehend aus einem Schützen und einer Schützin wird voraussichtlich bereits 2020 in das olympische Programm aufgenommen werden. Momentan läuft das Mixed-Team der Luftgewehr-Junioren. Verena Schmid und David Koenders haben die Qualifikation auf Rang 5 gemeistert. Im Semifinale gegen die Teams aus Russland, Ungarn und Kroatien rollten die beiden jungen Sportler das Feld "von hinten auf" und erarbeiteten sich Rang 1. Damit hatten sie schon eine Medaille sicher. Im Goldfinale trafen die beiden Youngster auf Serbien. Mit einer superstarken Leistung gewannen Verena und David souverän mit 5 : 1 das Match und sind Europameister.
 
Beim zeitgleich ausgetragenen Mixed-Team-Wettbewerb der Luftpistolen-Junioren kam das "bayerische Pärchen" Aleksandar Todorov und Lea Kleesattel auf Rang 15 nicht über die Qualifikationsrunde hinaus.
 
Den Auftakt der "Erwachsenen-Wettbewerbe" machten die Luftpistolen-Männer. Souverän qualifizierte sich der Regensburger Christian Reitz mit 582 Ringen für's Finale. Weniger optimal klappte der Wettkampf bei Alexander Kindig (Burgau). Seine 567 Ringe brachten ihn nicht über den 48. Rang hinaus. Der dritte deutsche Starter, Michael Schwald, wurde mit 573 Ringen 30.
Christian kam gut ins Finale hinein, ergatterte nach der ersten Dreierserie Rang 4 und arbeitete sich Schritt für Schritt nach vorne. Beim letzten Schuss konnte er sich sogar eine 8,8 erlauben, um die Spitze des Rankings zu halten. Christian Reitz wurde Europameister mit der Luftpistole! Herzlichen Glückwunsch. Im Team reichte es für die Männer "nur" für Rang 7.
 
Es war nicht der Tag von Selina Gschwandtner. Sie kam mit 103,3 Ringen zwar ordentlich in den Wettkampf der Luftgewehr-Frauen, doch eine 101,6er-Serie im dritten Abschnitt machten alle Hoffnungen auf eine gute Platzierung zunichte. Sie wurde 36. Ihrer Team-Kollegin Katharina Koesters erging es nicht besser und kam in der Endabrechnung auf Rang 59. Einzig Lisa Müller zeigte sich mit 417,1 Ringen in Topform und erreichte auf Quali-Platz 5 das Finale. Diesen Platz behielt sie auch im Finale – die beste Platzierung ihrer noch jungen Schießsportkarriere im Erwachsenenfeld. In der Teamwertung kamen die drei Damen auf Rang 8.
 
Erfreulich stark präsentierten sich die Luftpistolen-Frauen. Mit Sandra Reitz (Regensburg) und Julia Hochmuth (beide 382 Ringe) meisterten gleich zwei Frauen aus dem DSB-Team den Einzug ins Finale. Für Julia Huchmuth war dann nach dem 14. Schuss der Wettkampf beendet und sie wurde auf Rang 7 notiert. Für die frischgebackene Gattin von Christian Reitz ging es noch zwei Schuss weiter: Endposition 6. Eine wirklich starke Leistung. Und in der Teamwertung sprang für die beiden zusammen mit Stefanie Thurmann sogar der Vize-Europameistertitel heraus. Klasse!
 
Weniger gut lief es für die Luftgewehr-Männer. Bester deutscher Teilnehmer war unser bayerischer Sportpolizist Maximilian Dallinger auf Rang 16. Mit 623,7 Ringen trennten ihn 2,1 Ringe vom Finaleinzug. Dennoch reichte es für das DSB-Trio Dallinger, Zissel und Welsch für die Bronzemedaille im Team-Wettbewerb.
 
Bleiben noch die beiden Mixed-Teams der Erwachsenen. Das Gewehr-Team bestand mit Selina Gschwandtner und Maximilian Dallinger aus einem rein-bayerischen "Pärchen". Die beiden überstanden die Qualifikation im 26 Pärchen zählenden Starterfeld problemlos und trafen im Semifinale auf Serbien, Österreich und Bulgarien. Hier musste das Team Gschwandtner-Dallinger die Serben ziehen lassen und löste die Eintrittskarte ins Bronzematch. Im Wettkampf um Rang 3 wartete das französische Team auf die beiden bayerischen Youngster. Souverän sicherten sich Selina und Maxi mit 5 : 0 Matchpunkten die Bronzemedaille.
 
Das Mixed-Team Luftpistole mit Christian Reitz und Julia Hochmuth schaffte zwar zusammen mit Russland, Bulgarien und Frankreich den Einzug ins zweite Semifinale, mussten sich dort jedoch Russland und Bulgarien geschlagen geben, die in die Medal-Matches einzogen.
 
 
Die vollständigen Ergebnisse und den Zeitplan finden Sie auf den Seiten von SIUS.
 
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 12. März 2017 11:59 Uhr