Ulrike Übelacker-Kühn
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Bayerische Meisterschaft Bogen Halle – Saisonauftakt der Landeswettbewerbe

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Wie all die Jahre eröffnen die Bogenschützen mit ihren Titelkämpfen in der Halle am ersten Februarwochenende die Reihe der Bayerischen Meisterschaftswettbewerbe im Sportjahr. Auf 33 Scheiben in der Druckluftwaffenhalle auf der Olympia-Schießanlage ermitteln die Schützinnen und Schützen mit dem Recurve-, Compound- und Blankbogen ihre Besten je Klasse in der Hallensaison.
 
Den Anfang machten am Samstagvormittag die Compoundschützen. Wie eng und leistungsstark Bayerns Compounder beieinanderliegen, zeigte sich darin, dass in vier der sechs Einzelwettbewerbe keine eindeutige Reihung auf dem Siegerpodest hergestellt werden konnte. Bei den Compound-Herren wurden bei je 584 Ringen, 44 Zehnern und 16 Neunern zwei erste Plätze an Florian Stadler (BS TSV Natternberg) und Sebastian Viol (SC-U Germering) vergeben. In der Masterklasse wurden Konrad Zachmayer (FSV Sandharlanden) und Peter Scholz (SG Mühlhausen) mit 567 Ringen gemeinsam auf Rang 3 platziert. Der Silbermedaillengewinner Ralf Liebmann (KKSG Sulzbach) hatte ebenfalls 567 Ringe gesammelt, konnte aber zwei Zehner mehr vorweisen. Der Bayerische Meistertitel ging mit 568 Ringen an Roman Heigenhauser (BSG Ebersberg). Ein Patt gab es wiederum auf Rang 1 bei den Compound-Jugendlichen. Fabian Mühlbauer (BS Dachau) und Domenic Kiehl (BSV Pfaffenhausen) hatten beide 566 Ringe, 27 Zehner und 32 Neuner getroffen und können sich nun beide als Bayerische Meister feiern lassen. Bei den Junioren gab es einen Gleichstand um Rang 3, den sich Tim Krippendorf (ATSV Oberkotzau) und Robert Parstorfer (BSV Taufkirchen) einträchtig teilten. Bayerischer Meister dieser Klasse wurde Sebastian Siemandel (SV Oberdachstetten) mit 575 Ringen. "Eindeutige Ergebnisse" gab es lediglich in der Damenklasse beim Sieg von Sabine Sauter (Kgl. priv. SG Bad Wörishofen, 581 Ringe) und in der Seniorenklasse mit dem neuen Bayerischen Meister Martin Mück (BS Sittenbach, 559 Ringe).
 
Ehrgeizig und mit viel Spaß agierte der Nachwuchs mit dem Recurve- und Compoundbogen am Nachmittag. Sehr gute Leistungen waren da schon fast eine Selbstverständlichkeit. Wir gratulieren den neuen Bayerischen Meistern: David Beck (BS TSV Natternberg, Recurve Schüler A), Laura Gessner (SV Moosbacher Bogenschützen, Recurve Schülerinnen A), Sebastian Hajek (SG Diana Schondorf, Recurve Schüler B), Rebecca Beck (BS TSV Natternberg, Recurve Schülerinnen B), Jonas Junggeburth (Tassilo Schützen Aschheim, Recurve Jugend m), Talida Chrubasik (BSV Pfaffenhausen, Recurve Jugend w) und Moritz Helmer (FSG Marktoberdorf, Compound Schüler).
 
Der Sonntag Vormittag gehörte den Blankbogenschützen und den Recurvern der Master- und Seniorenklasse. Während sich die Recurve-Master noch problemlos auf den neuen Bayerischen Meister John Adolf Hehl (BSC Augsburg, 565 Ringe) und den Vizemeister Matthias Müller (ATSV Oberkotzau, 561 Ringe) einigen konnten, gab es ein Unentschieden um Rang 3. Diesen belegten Andreas Bauder (TSV Inningen) und Johann Gremer (BSC Kronach) mit jeweils 557 Ringen. Auch bei den weiblichen Mastern hätte sich der Trend dieser Meisterschaften von "doppelt belegten Siegerehrungstreppchen" fast fortgesetzt, denn Antje Keller (SSV Rehau) und Angelika Promberger (BSC Schnaittach) hatten beide je 542 Ringe auf ihrem Konto. Doch diesmal setzte sich Antje Keller mit der besseren Zehnerausbeute durch und gewann Bronze. Silber ging an Ute Hetz (BSC Reuth, 545 Ringe), und den Meistertitel holte sich Claudia Wohlleben (ATSV Oberkotzau) mit 558 Ringen. Das kleine, fünfköpfige Starterfeld der Recurve-Senioren dominierte Norbert Meier (SG Höchberg) mit 520 Ringen. Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte sich bei den Blankbogen-Männern. Die drei Erstplatzierten lagen am Ende nur drei Ringe auseinander. Sieger wurde (schon fast traditionell) ein Schütze des TSV Kirchdorf a. Inn. Aber diesmal war es nicht der vielfache Bayerische und Deutsche Meister Wilhelm Dillinger, sondern sein Mannschaftskollege Josef Priller, der den Meistertitel mit 536 Ringen gewann. Wilhelm Dillinger kam mit 535 Ringen auf Rang 2, gefolgt von Michael Meyer (BS Wirsberg) mit 533 Zählern. In diesem Jahr hatte Kristina Heigenhauser (BSG Ebersberg) erstmals ihr Sportgerät in der Hallenrunde gewechselt und trat nicht mit dem Compound- sondern mit dem Blankbogen an. 530 Ringe standen am Ende auf ihrem Konto, was den überlegenen Sieg mit einem Vorsprung von 47 Ringen bedeutete.
 
Doch es gab nicht nur freudige Momente bei diesen Meisterschaften. Vor der Siegerehrung wurde der langjährige, äußerst beliebte und allseits bekannte Landesbogenreferent Ernst Schuh von 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink in den "Ruhestand" verabschiedet. Allerdings gab er das Versprechen, sich immer wieder bei Meisterschaften und Wettbewerben sehen zu lassen, wass mit langanhaltendem Applaus quittiert wurde.
 
Zum Abschluss der bayerischen Titelkämpfe waren die olympischen Klassen mit dem Recurvebogen und die Junioren/-innen an der Reihe. Dabei gab es keine großen Überraschungen, vielmehr siegten die Favoriten. Bei den Männern war das Felix Wieser (FSG Tacherting) der sich in den letzten Passen von seinem Verfolger Dieter Reithmeier (Bogenschützen TSV Natternberg) absetzte und mit 584 Ringen den Bayerischen Meistertitel gewann. Sein Bruder Moritz dominierte die Juniorenklasse und holte sich mit 583 Ringen und einem Vorsprung von satten 20 Ringen seinen Meistertitel. Katharina Bauer (BSG Raubling) war in der Damenklasse mit 554 Ringen nicht zu schlagen, und die frischgebackenen "Sport-Bundespolizistin" Elisa Tartler (SV Bavaria Thulba) hängte bei den Juniorinnen mit 558 Ringen ihre Konkurrenz um über zwanzig Ringe ab.
 
Es war eine harmonische, faire Meisterschaft. Der Einstand des neuen Landesreferenten für das Bogenschießen, Stefan Fent, hätte nicht besser verlaufen können.
 
Die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier.
 
Fotos in Druckauflösung (auch zur Weitergabe an die örtliche Presse) finden Sie hier.
 
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 04. Februar 2018 18:40 Uhr