Ulrike Übelacker-Kühn
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Kein Geld zur Förderung des Nachwuchsleistungssports in Bayern

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Der Finanzausschuss des Landessportbeirats – das Fachgremium, das den Bayerischen Landtag in allen Fragen des Sports berät – war beauftragt worden, ein Papier zu erstellen, das Wege einer Förderung des Nachwuchsleistungssports unter der Nutzung der derzeitigen Strukturen ohne großen finanziellen Aufwand aufzeigt. Hintergrund waren das schwache Abschneiden auch der bayerischen Athleten bei den Olympischen Spielen sowie die immer stärker zu beobachtende Abwanderung junger Sporttalente in die neuen Bundesländer, wo nach wie vor die Sportförderung einen höheren Stellenwert hat.
 
Die daraus resultierende 22-seitige Ausarbeitung, die in Zusammenarbeit zwischen dem Olympia-Stützpunkt Bayern, dem BSSB und dem BLSV entstand, wurde von den Mitgliedern des Landessportbeirats über alle Parteien hinweg einstimmig verabschiedet. Während alle Oppositionsparteien Anträge in die Haushaltsdebatte zum Doppelhaushalt 2013/2014 im Sinne dieser Ausarbeitung einbrachten, fanden die moderaten Forderungen in der Finanzpolitik von CSU und FDP keinen Eingang.
 
Nun befürchtet 1. Landesschützenmeister und stellvertretender Vorsitzender des Landessportbeirats, Wolfgang Kink, dass Bayern mittelfristig im Leistungssport nur noch die zweite Geige spielen könnte, weil junge, talentierte Nachwuchssportler erst gar nicht auf die Idee kommen werden, eine Karriere im Leistungssport einzuschlagen. Eine Alternative finden sie nur in den Eliteschulen des Ostens. Talentscouts dieser Schulen wurden nicht nur einmal im Freistaat gesichtet.
 
Ausarbeitung Nachwuchsleistungssportförderung (Download 3 MB)
 
Antrag der SPD-Fraktion
Antrag der Fraktion der Freien Wähler
Antrag der Fraktion Bündnis 90 Die Grünen
Zuletzt aktualisiert am Montag, 07. Januar 2013 13:17 Uhr