Ulrike Übelacker-Kühn
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IWK München – 1. Tag – Gold und Silber für bayerische LG-Juniorinnen

bssb Juniorinnen LG
 
Mit einer rekordverdächtigen Teilnehmerzahl startete der Internationale Wettkampf für Luftdruckwaffen auf der Olympia-Schießanlage in seinen ersten Wettkampftag. Die Weltpremiere des neuen Finalmodus, der ab sofort bei allen internationalen Schießsportveranstaltungen angewandt wird, stieß auf besonderes Interesse. Neben dem Vizepräsidenten des Schießsport-Weltverbandes (ISSF), Garry Anderson, und ISSF-Generalsekretär Franz Schreiber beobachtete auch ein Team des Bayerischen Fernsehens das neugestaltete Finale. Hierbei werden nach der gewohnten Qualifikation die Ergebnisse „auf Null" zurückgestellt. Das Finale beginnen dann alle Schützen mit gemeinsamen – auf Zehntel ausgewerteten – sechs Schüssen. Ab der sechsten Serie scheidet  nach jeweils zwei weiteren Schüssen der ringschwächste Schütze aus, bis der Sieger feststeht.
 
Es oblag den Luftgewehr-Juniorinnen, sich als erste in diesem neuen Wettkampf international zu messen. Neben der deutschen Equipe geht beim IWK München auch eine bayerische Mannschaft an den Start. In dem 72-köpfigen Teilnehmerfeld gelang es gleich drei bayerischen Athletinnen und einer DSB-Schützin, sich für das Finale zu  qualifizieren – eine kleine Sensation. Nina Laura Kreutzer, die in der Qualifikation hervorragende 399 Ringe geschossen hatte, Selina Gschwandtner und Monika Dummer mit je 397 Vorkampfringen sowie die DSB-Schützin Julia Budde (Vorkampf: 394)  begannen also wieder bei „Null" ihren Endkampf. Für Julia Budde war es nach sechs Schüssen bereits vorbei, und Nina-Laura Kreutzer schied als Sechstplatzierte aus dem Rennen um die Medaillen aus. Bei den letzten beiden entscheidenden Schüssen standen sich dann die beiden verbliebenen Bayerinnen gegenüber. Mit einer 10,9 und einer 10,3 (209,8 Finalringe) machte Selina Gschwandtner ihren Sieg perfekt und überließ ihrer Kaderkollegin Monika Dummer (209,2 Finalringe) die Silbermedaille. Komplettiert wurde das Siegertreppchen von Malin Westerheim aus Norwegen.
 
Im zweiten Wettbewerb des Tages, Luftpistole Juniorinnen, schaffte mit Bianca Wimmer (379 Vorkampfringe) ebenfalls eine Bayerin den Einzug ins Finale. Allerdings war für sie nach dem 14. Schuss der Wettkampf auf Rang 5 zu Ende. Es gewann die Polin Klaudia Bres mit 201,2 Finalringen.
 
Bei den Luftpistolendamen erreichte die DSB-Schützin Claudia Verdiccio-Krause den siebten Platz, während die Serbin Bobana Velickovic mit 199,8 Finalringen Gold gewann.
 
Schwächelnd präsentierten sich die Luftpistolen-Junioren ohne Endkampf-Qualifikation – hier war keine bayerische Mannschaft am Start. Um so besser trafen die jungen Herren mit dem Luftgewehr:  mit Andre Link, Alexander Thomas und Patrick Trunk zogen drei DSB-Schützen ins Finale ein. Das gute Ergebnis komplettiert der Bayer Rupert Bauernfeind. Leider war für ihn der Wettbewerb schon nach dem zehnten Schuss und damit Rang 7 beendet. Ihm folgten unmittelbar danach Patrick Trunk und Alexander Thomas auf die Zuschauerbank. Andre Link gewann Bronze hinter dem Italiener Giuseppe Pio Capano auf Rang 2 und dem Goldgewinner aus Österreich, Gernot Rumpler.
 
Das letzte Finale des Tages bestritten die Männer mit dem Luftgewehr – ohne deutsche Beteiligung
 
An den kommenden beiden Tagen können Sie noch weitere zehn spannende Wettkämpfe auf der Olympia-Schießanlage verfolgen. Der Eintritt ist frei!
 
Eine Reportage des Bayerischen Rundfunks wurde im Rahmen der Abendschau am 24. Januar um 18.30 Uhr ausgestrahlt.
Zuletzt aktualisiert am Samstag, 26. Januar 2013 17:32 Uhr