Ulrike Übelacker-Kühn
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Gold und Silber für Daniel Brodmeier beim Weltcup in Fort Benning

bssb Fort Benning Brodmeier 2
 
Bei seinem achten Weltcup-Auftritt gelang Daniel Brodmeier (Niederlauterbach) die Sensation: Er gewann beim Weltcup im amerikanischen Fort Benning Gold mit der Freien Waffe. Der 25-jährige Systemelektroniker bei der Firma Osram hatte seinen Wettkampf mit einer guten Knieendserie von 393 Ringen begonnen, legte dann einen fast optimalen Lauf mit 399 Zählern im Liegendanschlag nach und erreichte nach 382 Ringen stehend mit insgesamt 1174 Ringen als Dritter nach dem Vorkampf das Finale.
 
Nach den neuen ISSF-Regeln beginnen die Finalisten ihren Wettkampf wieder bei Null, und auch im Finale wird in den drei Positionen geschossen. Daniel Brodmeier kam im Knieendanschlag wieder gut in den Wettkampf und meisterte die "Umbauphasen" zwischen den einzelnen Anschlagspositionen am besten. Er lieferte sich mit dem Chinesen Kang Hongwei ein Herzschlagfinale, das der "Mann aus dem Reich der Mitte" beim letzten Schuss seiner Weltcup-Premiere mit einer 7,2 verloren gab (gesamt 455,7 Ringe). Die 10,2 von Daniel Brodmeier beim letzten Finalschuss sicherte ihm die Goldmedaille mit insgesamt 457,2 Ringen. Bronze ging an den Russen Fedor Vlaslov.
 
Die Erfolgsserie setzte der junge Oberbayer im Liegendwettkampf fort. In der Qualifikation schoss Daniel Brodmeier neuen Weltrekord mit 628,8 Ringen und verbesserte damit den wenige Stunden alten Weltrekord von Nicolas Schallenberger (Niederlauterbach) aus der Elimination um 1,7 Ringe. Von der Eins gestartet lieferte er einen hervorragenden Wettkampf. Erst beim letzten Schuss musste er sich mit einer 10,3 dem Franzosen Valerian Sauveplane (206,5) geschlagen geben und gewann mit insgesamt 206,3 Ringen Silber.
 
Mit einem weiteren guten Ergebnis wartete Maren Prediger (Petersaurach) mit dem Luftgewehr auf. Mit 416,5 Vorkampfringen war sie in die Runde der besten Acht eingezogen. In der ersten Eliminationsrunde kam aber das Aus für die 22-jährige Studentin. Ein sechster Rang in der hochklassigen Konkurrenz war aber durchaus eine Überraschung.
 
Foto: ISSF
Zuletzt aktualisiert am Montag, 13. Mai 2013 14:20 Uhr