Ulrike Übelacker-Kühn
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Rechtssicherheit bei Schießstandabnahmen

bssb Schiesstand Rechtss
 
Seit dem 1. Januar 2015 herrscht endlich wieder Rechtssicherheit für die Regelüberprüfungen und Standabnahmen unserer Schießanlagen. Nachdem die siebenjährige Übergangsfrist ausgelaufen ist, dürfen ab sofort nur noch öffentlich bestellte und beeidigte Schießstandsachverständige Standabnahmen durchführen.  Für unsere bayerischen Schützenvereine ändert sich hierdurch gar nichts, da in Bayern auch bisher schon die hohen Qualitätsstandards für die Abnahme unserer Schießstände galten.
 
Der BSSB hat seit Jahren die Linie verfolgt, nur öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige zuzulassen, da nur so die Sicherheit unserer Schützen und deren Gäste gewährleistet werden kann. Mit seltener Offenheit und drastischen Worten hat sich zwischenzeitlich das Bundesinnenministerium klar in dieser Sache positioniert. An die Adresse derer gerichtet, die seit sieben Jahren die Augen vor der Rechtslage verschlossen haben und nach wie vor die Sachlage nicht wahrhaben wollen, sprach das Bundesinnenministerium von „einer verzerrten Darstellung der Sachlage und sogar von unlauterer Argumentation". Das Bundesinnenministerium stellte klar, dass sieben Jahre Übergangsregelung wohl für alle Beteiligten ausreichend gewesen sein müssen und dass beim besten Willen kein Grund ersichtlich ist, weswegen die Sicherheit unserer Sportler in Gefahr gebracht werden soll, nur weil einige in den letzten sieben Jahren untätig waren und die Sachlage ignoriert haben. Vor diesem Hintergrund und dieser Zeitspanne kann man das Argument nicht gelten lassen, dass es in manchen Landstrichen außerhalb Bayerns keine qualifzierten Sachverständigen gibt – Zeit war genug.
 
Hier finden Sie das Originalschreiben des Bundesinnenministeriums.
 
Das Bayerische Innenministerium hat prompt darauf reagiert und eine Anordnung an die Kreisverwaltungsbehörden erlassen. Das Schreiben finden Sie hier
 
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 13. Januar 2015 18:31 Uhr