Ulrike Übelacker-Kühn
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Sportstammtisch im Schützenfestzelt mit Innenminister Joachim Herrmann

bssb sportstammtisch
 
1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink hatte im Namen des BSSB zum Sportstammtisch eingeladen und zahlreiche Gäste waren gekommen, allen voran der für den Sport im Lande zuständige Staatsminister des Innern für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann. In einer lockeren, ungezwungenen Atmosphäre tauschte er sich u. a. mit 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink, dem Leiter des Olympia-Stützpunkts Bayern, Klaus Pohlen, den Top-Athleten Selina Gschwandtner, Michael Janker und Philipp Grimm sowie BSSB-Sportdirektor Ralf Horneber aus. Moderiert wurde das Treffen vom ehemaligen Sportchef des Bayerischen Rundfunks, Werner Rabe.
 
Nachdem mit Michael Janker und Philipp Grimm gleich zwei Mitglieder der Sportfördergruppe der bayerischen Landespolizei mit von der Partie waren, inter­essierte sich der Staatsminister besonders dafür, ob sich dieses duale Modell, das eine Berufsausbildung und die sportliche Karriere unter einen Hut bekommt und somit jungen, talentierten und vor allem leistungsbereiten Nachwuchssportlern eine Perspektive bietet, in der Praxis bewährt.
 
Sportpolizist Philipp Grimm führte aus, warum diese Form der Sportförderung so wichtig ist: Das Konzept, dass der Staatsminister mit entwickelt hat, bringt den Vorteil, das es auf die Bedürfnisse eines Leistungssportler voll eingehe. Die Ausbildung finde in der Zeit statt, in der die Athleten sportlich nicht so eingespannt sind, da sei dann der Kopf frei für die Ausbildung. Wenn es dann in die Wettkampfsaison gehe, dann habe man den Kopf wiederum frei für die Wettkämpfe. „Damit haben wir den Kopf frei, beidem gerecht zu werden und können in beiden Bereichen das Maximum herausholen. Dabei ist besonders wichtig, dass wir für die Zukunft abgesichert sind!"
 
Joachim Herrmann zeigte sich erfreut, dass diese Form der Sportförderung auf dem richtigen Weg ist. Er erinnerte daran, dass diese Planstellen auch auf Initiative des BSSB geschaffen worden waren. Es sei gut für die Polizei, solch engagierte junge Kollegen in den Reihen der Ordnungshüter zu wissen. Insgesamt sei der Schießsport in Bayern im Großen und Ganzen gut aufgestellt, ergänzte Wolfgang Kink; die einzigen olympischen Medaillen für Bayern hatten die Schützen mitgebracht: Barbara Engleder, Monika Karsch und der in Regensburg lebende Christian Reitz. Der Landesschützenmeister bat den Staatsminister, auch weiterhin die politischen Sportschützenziele und damit die politischen Rahmenbedingungen für das Schützenwesen im Visier zu behalten und thematisierte die drohende Verschärfung der EU-Feuerwaffenrichtlinie. Aber Joachim Herrmann versprach: „Wir passen auf wie die Schießhunde!"
 
Im Anschluss erhielt der Staatsminister eine kurze Trainingseinheit im Luftgewehrschießen. Denn immerhin fand diese Veranstaltung im Rahmen des Oktoberfest-Landesschießens statt und zudem ist Joachim Herrmann auch seit vielen Jahren Mitglied in einem renommierten mittelfränkischen Schützenverein. Und so bekam Sportpolizist Michael Janker die besondere Gelegenheit, seinen obersten Dienstherrn ins Luftgewehrschießen einzuführen.
 
Abschließend bedankte sich der 1. Landesschützenmeister bei Innenminister Joachim Herrmann für sein offenes Ohr für die derzeitigen Probleme und den Willen, diese auch zusammen mit dem BSSB zu lösen. Denn „wir wollen bewahren, was wir heuer bei Olympia erreicht haben und auch das nächste Mal mindestens ebenso gut dastehen!"
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. September 2016 16:09 Uhr