Ulrike Übelacker-Kühn
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Spitzengespräch mit StMi Herrmann – 1. LSM vertrat Interessen der Schützen

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Die Vertreter der Bürgerallianz Bayern trafen in einem Spitzengespräch den Bayerischen Staatsminister, Joachim Herrmann, MdL, im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Prof. Dr. Jürgen Vocke, Sprecher der Bürgerallianz Bayern und Präsident des Bayerischen Jagdverbandes: „Ich danke Staatsminister Joachim Herrmann für sein Engagement und die gute Gesprächsführung. In einem offenen und interaktiven Gespräch konnten wir dringende Themen, die das Resort des Innenministeriums betreffen, ansprechen und für unsere gemeinsamen Belange sensibilisieren."
 
Unter anderen fand ein reger Austausch zum Schutz vor Aktionen radikaler Tierrechtsbewegungen bei bayerischen Traditionsveranstaltungen wie dem Königsfischen, Festumzügen, Wallfahrten, Schlittenrennen, Jagden und der gleichen statt. Zudem wurde über die Stärkung der ehrenamtlichen Sicherheitsvorsorge diskutiert.
 
Ein zentrales Thema war die Unterstützung des Staatsministeriums von legalen Waffenbesitzern wie Schützen und Jägern. Hier referierte unser 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink leidenschaftlich über den Bestandsschutz für die Waffenschränke mit A-(S1) und B-(S2)-Zertifizierung. Wenngleich nunmehr für aktuelle Waffenbesitzer festgelegt wurde, dass für deren Behältnisse Bestandsschutz besteht, dürfte es für Neumitglieder, deren Wohnungen in mehrstöckigen Gebäuden speziell in städtischen Gebieten liegen, sehr schwierig werden, einen 0-er- oder I-er-Schrank mit mindestens 200 kg Gewicht ohne eine vorherige statische Überprüfung in der Wohnung zu positionieren. Überdies bestehe eine deutliche finanzielle Belastung für einen Neujäger oder Neuschützen. „Dies hört sich stark nach staatlicher Regulierung der Mitgliedschaft in den mit dem immateriellen Kulturerbe ausgezeichneten Verbänden der Sportschützen und Jäger an", so der 1. Landesschützenmeister. Wolfgang Kink bezeichnete die Absicht für zukünftige Waffenbesitzer Waffenschränke mit der Norm 0 oder I vorzuschreiben, als widersinnig und völlig überzogen. Diese von der Waffenschrankherstellerlobby initiierten Regelungen brächten kein Mehr an Sicherheit, entsprächen die bisher in Gebrauch befindlichen A-(S1) und B-(S2) Schränke voll den Sicherheitsnormen zur Aufbewahrung von Lang- und Kurzwaffen in Wohnungen und auch die Fallzahlen von nachgewiesenen Aufbrüchen solcher Behältnisse in Wohnungen, um an Waffen zu gelangen, seien äußerst gering.  Hier besteht nach Aussagen unseres Landesschützenmeisters keinerlei Handlungsbedarf und er bat den Minister um Unterstützung, diesen Unsinn, der nur den Waffenschrankherstellern monitären Nutzen bringe, die rote Karte zu zeigen.
 
PM: Bürgerallianz Bayern/red
Zuletzt aktualisiert am Montag, 06. März 2017 09:48 Uhr