Ulrike Übelacker-Kühn
Drucken

Jahresempfang des Bayerischen Sportschützenbundes – Innenminister Herrmann sagt Schützen weiterhin seine Unterstützung zu

bssb Herrmann Kink
 
Am 20. Februar lud der Bayerische Sportschützenbund zu seinem traditionellen Jahresempfang in den Studentensaal des Gasthauses „Zum Franziskaner" in München ein. Vor knapp 250 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Schützenwesen versprach der Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, sich weiter für das Schützenwesen einzusetzen. Er war in Vertretung des wegen eines Staatsbesuchs verhinderten Ministerpräsidenten Horst Seehofer gekommen. Der bekennende Schütze lobte den hervorragenden Dialog, mit dem es immer wieder gelänge, praktikable Lösungen zur Ausführung des Waffenrechts zu finden.
Er sah zudem die Notwendigkeit, in die Spitzensportförderung zu investieren, wenn die Gesellschaft Medaillen bei internationalen Wettkämpfen bis hin zu Olympischen Spielen erwartet. Er lobte als ersten Schritt die im vergangenen Jahr eingerichteten Planstellen für besonders talentierte Nachwuchssportler bei der Bayerischen Landespolizei, die auch aufgrund des Engagements von 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink zustande gekommen waren.
 
Zuvor hatte der 1. Landesschützenmeister die mangelnde Bereitschaft der bayerischen Staatsregierung zur Nachwuchs-Leistungssportförderung kritisiert. Der Hintergrund ist die aktuelle Ausarbeitung zu diesem Thema, die vom Landessportbeirat verabschiedet wurde, aber keinen Eingang in die Haushaltsdebatte gefunden hat. Dieses Papier, das u. a. von 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink initiiert wurde, zeigt Möglichkeiten auf, wie mit einem verhältnismäßig geringen Finanzaufwand die Situation junger, talentierter Nachwuchssportler deutlich verbessert werden könnte. Dass dies dringend geboten ist, zeigt das schwache Abschneiden bayerischer Athleten bei den Olympischen Sommerspielen im vergangenen Jahr. Auch wandern mittlerweile immer mehr leistungsbereite Jungsportler in andere Bundesländer ab, in denen eine bessere und effektivere Sportförderung angeboten wird.
 
Eindringlich appellierte Wolfgang Kink an die zahlreich erschienenen Politiker, zu ihrem Wort zu stehen, und aktiv das Schützenwesen zu unterstützen.
 
Münchens Sportstadträtin Verena Dietl (SPD) erläuterte kurz die Sportförderung der Stadt München, die im vergangenen Jahr rund 50 Millionen Euro in die Breitensportförderung gesteckt habe. Sie sehe aber angesichts der notwendigen Sanierungen und Erweiterungen der Sportanlagen die Notwendigkeit weiterer Investitionen.
 
Außerdem überbrachte die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Friederike Steinberger die Grüße des Regierungsberzirks Oberbayern.
 
Alle Redner betonten, wie wichtig das persönliche Gespräch zur Lösung der anstehenden Probleme sei. So klang dieser Abend mit der optimistischen Botschaft aus, weiterhin intensiven Kontakt zu pflegen und nach Lösungen zu suchen.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 21. Februar 2013 11:22 Uhr