Ulrike Übelacker-Kühn
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CSU-Fraktion lud zum Sportgespräch in den bayerischen Landtag ein

bssb Sportgespraech CSU Fraktion
 
Zu einem sportpolitischen Gespräch hatte am 26. Februar die CSU-Fraktion die Vorsitzenden der Sportverbände und interessierte Mitglieder der bayerischen Sportvereine in den bayerischen Landtag eingeladen. Ziel dieser Veranstaltung war eine Bestandsaufnahme des Sportgeschehens im Freistaat und das Ausloten von Verbesserungsmöglichkeiten in der Sportpolitik des Landes. Dabei stand die Sportförderung sowohl in den Bereichen des Breitensports als auch des Leistungssports im Vordergrund.
 
Der sportpolitische Sprecher der CSU-Fraktion und Vorsitzende des Landessportbeirats, Berthold Rüth, moderierte die Vorstellung der Verbandsvorsitzenden und die anschließende Podiumsdiskussion. Für die Fraktion selbst nahm der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl Freller an der Veranstaltung teil; als Vertreter des Kabinetts war Staatsminister Thomas Kreuzer gekommen. Für die Sportverbände sprachen neben 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink, BLSV-Präsident Günther Lommer und Präsident Hartmut Courvoisier für den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern (BVS) teil. Für den Olympiastützpunkt Bayern beteiligte sich dessen Leiter Klaus Pohlen an der Gesprächsrunde.
 
MdL Karl Freller gab in seinem einleitenden Grußwort einen kurzen Abriss über die Bedeutung des Sports in Bayern. So seien rund fünf Millionen Mitbürgerinnen und -bürger in rund 12 000 Vereinen organisiert. Über 80 000 Übungsleiter sorgten ehrenamtlich für ein umfangreiches Sportangebot in allen Landesteilen des Freistaates. Er überbrachte die Nachricht, dass zusätzliche 150 Millionen Euro in Baumaßnahmen im Privatschulbereich sowie in den Sportstättenbau fließen werden, und somit bezuschussungsfähige Sportstätten deutlich schneller abfinanziert werden könnten. Aus diesem "Topf" könnten gegebenenfalls auch einige im Papier "Bedarf im Nachwuchsleistungssport in Bayern" geforderte Maßnahmen verwirklicht werden. Bekanntlich hatte 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink in den vergangenen Monaten immer wieder gefordert, die Situation in diesem Bereich zu verbessern. Bislang fanden die in der Ausarbeitung niedergeschriebenen Vorschläge keine Berücksichtigung in der Haushaltsdebatte. Abschließend bedankte sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende für das Engagement des Landesschützenmeisters, der mit Beharrlichkeit maßgeblich dazu beigetragen habe, dass mit den zusätzlichen Planstellen bei der Polizei Bayern jungen, leistungsbereiten Sporttalenten eine Perspektive gegeben werde, die eine sportliche und berufliche Karriere verbinde.
 
In seiner Ansprache betonte Staatsminister Thomas Kreuzer, dass in Bayern der Sport groß geschrieben werde: "Unsere Sportvereine sind ein gelebtes Stück Heimat. Und trotz des demografischen Wandels steigen die Mitgliederzahlen in den Sportvereinen und Sportverbänden an." Er verwies darauf, dass neben der bereits angesprochenen Sonderzuwendung in diesem Jahr 17 Millionen Euro für die Vereinspauschale und für den regulären Sportstättenbau 7,8 Millionen Euro bereitgestellt würden. 3,2 Millionen Euro flössen in die Förderung des Nachwuchsleistungssports.
 
Im Folgenden hatten die Verbandsvorsitzenden die Gelegenheit, ihre Organisationen vorzustellen und ihre Wünsche vorzutragen. 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink nutzte die Gelegenheit, die Bedeutung einer umfassenden Förderung junger, talentierter Sportlerinnen und Sportler herauszustellen. So seien diese der Spiegel unserer Gesellschaft, aber auch letztendlich Werbeträger für den Sport. Zudem wirkten Schützenvereine vielerorts auch als Kulturträger, insbesondere in den strukturschwachen Gebieten Bayerns und leisteten eine vorbildliche Arbeit bei der Integration Körperbehinderter und Mitbürgerinnen und -bürger mit Migrationshintergrund. Der Landesschützenmeister bedankte sich für die Bewegung in der Diskussion um die Zuschussfrage für die Nachwuchsleistungssportförderung.
 
In der Diskussionsrunde bildeten der Behindertensport und die Akzeptanz einer Austragung von Olympischen Spielen in Bayern die wesentlichen Themenbereiche. Landessportbeiratsvorsitzender Berthold Rüth beendete mit vielen Anregungen zu einer effektiveren Sportpolitik „im Gepäck"  nach rund zweieinhalb Stunden die Gesprächsrunde.
Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. November -0001 01:00 Uhr