Ulrike Übelacker-Kühn
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1. Target Sprint und Familienfest bereicherten Weltcup-Auftakt

bssb Familienfest
 
Der ISSF-Weltcup München – mit über 700 Athleten aus 78 Nationen – hat am Samstag, 25. Mai 2013, auf der Olympia-Schießanlage begonnen. Beim Auftakt-Wettkampf, der Luftgewehr-Konkurrenz der Herren, wurde der beste deutsche Teilnehmer Julian Justus (Homberg) auf Rang 19 notiert. Tino Mohaupt (München) kam auf Platz 30 und Nicolas Schallenberger (Niederlauterbach) auf Rang 32. Die Goldmedaille ging an den Chinesen Haoran Yang.
 
Bei den Damen mit dem Luftgewehr erreichte Jessica Mager (Solingen) zwar das Finale, musste sich aber nach starker Leistung mit dem vierten Rang zufrieden geben. Beate Gauß (Ammerburch) wurde im Endklassement auf Rang 19 notiert, und die vielfache Welt- und Europameisterin Sonja Pfeilschifter (Feldkirchen-Westerham) kam bei ihrem ersten Weltcup-Einsatz in diesem Jahr auf Rang 24. Gold ging mit Lisa Ungerank nach Österreich.
 
Beim ersten Pistolenwettkampf des Weltcups München, Freie Pistole Herren, kam kein deutscher Teilnehmer in die Nähe der Finalränge. Florian Schmidt (Frankfurt/Oder) kam auf Rang 27, während Michael Heise (Wiggensbach) auf Rang 38 notiert wurde. Der Sieg ging an den Serben Andrija Zlatic.
 
Munkhbayar Dorjsuren (München) gelang im Wettbewerb mit der Sporpistole der Finaleinzug. Dort schied sie allerdings bereits nach den Eliminationsrunden als Siebte aus. Antje Noeske (Neubrandenburg) beendete ihren Wettkampf auf Rang 31, und Monika Karsch (Regensburg) belegte den 40. Platz. Gold ging an die Serbin die Chinesin Jing Yuan.
 
Während die Weltcup-Teilnehmer am Eröffnungswochenende im Trockenen ihre Medaillengewinner ermittelten, hatten die Sommberbiathleten beim 1. ISSF-Target-Sprint mit allen denkbaren Widerwärtigkeiten des Wetters zu kämpfen. Von Sturmböen bis Graupelschauern war alles dabei. Dennoch waren alle 100 gemeldeten Starter angetreten und sorgten für spannende Wettkämpfe, die großen Anklang fanden. Auch der Präsident des Weltverbandes, Olegario Vazquez Raña, und ISSF-Generalsekretär Franz Schreiber zeigten sich von dieser neuen Disziplin, die den Mittelstreckenlauf mit dem Luftgewehr-Stehendschießen kombiniert, angetan. Im ströhmendem Regen verfolgten sie bei sechs Grad die Wettbewerbe.
 
Umrahmt wurde diese Erstauflage des "neuen Sommerbiathlons" von einem Familienfest, das der Bayerische Sportschützenbund organisiert hatte. Zahlreiche Besucher hatten am Samstag viel Spaß mit den zahlreichen Attraktionen. Für die "Kleinen" gab es ein Kinderkarussell und eine Hüpfburg, während sich die Jugendlichen im Astro-Trainer, beim Licht-, Bogen- und Torwandschießen oder Dosenwerfen versuchten. Das umfangreiche Angebot an Schmankerln unseres Wirts auf der Olympia-Schießanlage ergänzten Crepes-, Softeis-, Zuckerwatte- und Mandelstände. Am Sonntag fiel die Gaudi leider im wahrsten Sinne des Wortes "ins Wasser".
 
Auch am dritten Tag des Weltcups blieb die deutsche Equipe ohne Medaille, allerdings wurden sehr gute Ergebnisse erzielt. Bei den Liegendschützen erreichten sowohl Henri Junghänel (Breuberg), als auch Maik Eckhardt (Dortmund) das Finale. Sie beendeten den Endkampf auf den Plätzen 5 und 6. Daniel Brodmeier (Niederlauterbach) verpasste das Finale nur knapp und erreichte im Endklassement den 13. Rang. Mit Gold wurde der Franzose Mickael D'Halluin belohnt.
 
Bei der zweiten Entscheidung des Tages mit der Olympischen Schnellfeuerpistole zog Christian Reitz (Raunheim) ebenfalls ins Finale ein, musste aber kurz vor der Entscheidung um die Medaillen den Stand als Vierter verlassen. Philipp Wagenitz (Dresden) und Oliver Geis (Mengerskirchen) wurden auf den Rängen 18 und 25 notiert. Der Sieg ging an den Japaner Teruyoshi Akiyama.
 
Die glücklose Medaillenbilanz des Deutschen Schützenbundes setzte sich auch am vorletzten Wettkampftag fort. Zwar erreichte die Ausnahmeschützin der letzten Jahrzehnte Sonja Pfeilschifter (Feldkirchen/Westerham) mit einer ansprechenden Leistung von 588 Ringen als Dritte das Finale mit dem Sportgewehr, musste dort aber als Sechstplatzierte den Stand räumen. Die weiteren deutschen Starterinnen Amelie Kleinmanns (Kempen) und Yvonne Jaekel (Thumsenreuth) erreichten die Plätze 19 und 28.
 
Im Luftpistolenwettbewerb konnte sich kein deutscher Starter in die Nähe des Finales vorschießen. Florian Schmidt (Frankfurt/Oder) war als 37. bester Teilnehmer des Deutschen Schützenbundes mit 574 Ringen. Michael Heise (Wiggensbach) belegte mit 569 Zählern Rang 62 und Tobias Heider (Zwiesel) wurde im Gesamtklassement mit 563 Ringen auf dem 78. Platz notiert.
 
Munkhbayar Dorjsuren (München) gelang am letzten Wettkampftag der einzige Medaillengewinn für den Deutschen Schützenbund. Mit der Luftpistole sicherte sie sich im kochkarätig besetzten Starterfeld Bronze. Gold ging an die Weißrussin Viktoria Chaika. Die weiteren deutschen Teilnehmerinnen, Monika Karsch (Regensburg) und Julia Hochmuth (Ludwigsburg) erreichten die Ränge 19 und 38.
 
Erfreulich war auch beim letzten Wettkampf dieses Weltcups der Finaleinzug des erst 24-jährigen Nicolas Schallenberger (Niederlauterbach) in der Königsdisziplin KK 3x40. Im starken Teilnehmerfeld sicherte er sich beim Sieg des Serben Nemanja Mirosavljev den sechsten Platz. Auch die weiteren deutschen Athleten überzeugten mit guten Leistungen: Henri Junghänel (Breuberg) und Daniel Brodmeier (Niederlauterbach) beendeten ihre Wettkämpfe auf den Rängen 10 und 13.
 
 
Die vollständigen Ergebnisse der Wettkämpfe sowie die Zeitpläne finden Sie auf den Seiten der ISSF.
 
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 29. Mai 2013 14:42 Uhr