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Olympia-Schießanlage Hochbrück


Ab 1878 bis in die 1950er Jahre wurde das Gebiet der heutigen Olympia-Schießanlage nördlich von München militärisch genutzt, anfangs durch das Königlich bayerische Heer, später als Sammel- und Sprengstelle für Munitionsfunde und ab 1956 als Truppenübungsplatz für die Bundeswehr.

Der Bayerische Sportschützenbund übernahm nach den Olympischen Sommerspielen von 1972 die Anlage von der Bundesrepublik Deutschland und hatte nun erstmals in seiner Geschichte die Möglichkeit, Landes- und Bundesmeisterschaften an einem Ort durchzuführen. Nach umfangreichen Sanierungen gilt die Anlage in Fachkreisen als die größte und modernste zivile Schießsportanlage weltweit. Sie dient auch als Landesleistungszentrum und als Olympiastützpunkt.

Die Olympia-Schießanlage verfügt heute über eine Luftdruckwaffenhalle mit 100 Luftgewehrständen und eine Gewehrhalle mit 102 Kleinkaliber-Ständen, über eine Pistolenhalle mit 40 Ständen sowie die 1999 fertiggestellte Finalhalle mit 20 Ständen und Platz für bis zu 1.000 Zuschauern.

In der Gewehrhalle können auf 42 Ständen Kleinkaliber-Disziplinen auf 100 Meter und Großkaliber-Disziplinen auf 300 Meter geschossen werden, die 1972 noch im olympischen Programm waren. 41 Stände können für Armbrust-Wettbewerbe auf 30-Meter-Distanz umgerüstet werden. Auf Grund der Lärmentwicklung beim Schießen wird die 300-Meter-Disziplin nur noch zu bestimmten Zeiten genutzt, z.B. bei der Bayerischen und Deutschen Meisterschaft und an bestimmten Trainingstagen.

Der Bau der Luftdruckwaffenhalle Anfang der 1980er-Jahre erlaubt den Schießbetrieb während des ganzen Jahres (insbesondere hinsichtlich der sogenannten Indoor-Wettbewerbe). Die Halle ist 60 Meter lang und 38 Meter breit. Die 50 Stände auf der linken Hallenseite sind umbaubar für Zimmerstutzen (15-Meter-Distanz), die 50 Stände auf der rechten Seite sind für Armbrust auf die 10-Meter- Distanz nutzbar. Hallenbogen-Wettbewerbe werden quer von links nach rechts auf die Entfernungen 18 und 25 Meter geschossen. Die Halle kann bei den Lehrgängen zugleich als Turnhalle für Konditions- und Fitnesstraining benutzt werden.

Die von 2007 bis 2009 neu erbaute Wurfscheibenanlage verfügt über fünf kombinierte Trap- und Skeet-Stände. Bei Trap und Doppeltrap fliegen die Scheiben aus unterirdischen „Bunkern“, bei Skeet aus den beiden oberirdisch errichteten Häusern, dem Hochhaus und dem Niederhaus.
Die Zuschauertribüne der Wurfscheibenanlage wurde 2010 modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik und des Schallschutzes gebracht.

Mehrere Seminar- und Unterrichtsräume runden die umfangreiche Ausstattung der Anlage ab. Im Verwaltungsgebäude ist die Geschäftsstelle des Bayerischen Sportschützenbundes untergebracht. Ein Sporthotel bietet Unterkunft für Kampfrichter, Seminarteilnehmer und Sportler.

Auf der Olympia-Schießanlage finden jährlich Landes- und Bundesmeisterschaften sowie Weltcups statt. Auch große internationale Wettbewerbe wurden bereits ausgetragen – zuletzt die 50. ISSF-Weltmeisterschaft im Sportschießen im Sommer 2010.
Eigentümer der Olympia-Schießanlage ist mittlerweile der Bayerische Sportschützenbund, dessen Mitglieder 2006 den Erwerb ermöglichten.
 
Adresse:
Ingolstädter Landstraße 110
85748 Garching-Hochbrück
 
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Ab München Hbf mit der S-Bahn zum Marienplatz
Umsteigen in die U-Bahn Linie U6 Richtung Garching-Forschungszentrum
Ausstieg U-Bahn Haltestelle Garching-Hochbrück
2. Min. Fußweg zur Busstation
Bus 294 Richtung Am Hart über Garching-Hochbrück
Ausstieg Olympia Schießanlage
 
Anreise mit dem Auto
Routenplaner unter folgendem Link
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 25. September 2014 13:23 Uhr