Ulrike Übelacker-Kühn

Informationsveranstaltung zum Waffengesetz in Lichtenfels/Oberfranken

bssb WR Lichtenfelsh 3

Die Einladung zur Veranstaltung finden Sie hier (Link)

Informationsveranstaltung zum Waffengesetz in Lichtenfels/Oberfranken

Liebe Schützen,

am Freitag, den 13.12.2019 findet eine Informationsveranstaltung zum Waffenrechtsänderungsgesetz statt.

Wie schon am 09.10.2019 wird unser Verein, die Königlich privilegierte Scharfschützengesellschaft Lichtenfels, die Veranstaltung organisieren.

Aufgrund der positiven Resonanz und der zu erwartenden hohen Nachfrage wird die Informationsveranstaltung diesmal in der Stadthalle Lichtenfels ausgerichtet, die Platz für etwa 400 Personen bietet.

Wir laden euch hierzu herzlich ein und bedanken uns an dieser Stelle bei Uwe Matzner, Referent für das Waffenrecht im Schützenbezirk Oberfranken und ehem. stv. Bezirksschützenmeister für die Organisation.

Seitens der Politik sind eingeladen: Emmi Zeulner, CSU Mitglied des Bundestags sowie Marc Henrichmann, parlamentarischer Berichterstatter der CDU zum Waffenrecht im Bundestag.

Für den Bayerischen Sportschützenbund sind vor Ort: 1. Landesschützenmeister Christian Kühn sowie stv. Landesschützenmeister Hans-Peter Gäbelein.

 

Eingeladen sind ebenfalls Vertreter des BDS.

Dazu noch folgende Informationen:

Nachdem durch massives Drängen des BSSB bereits im Frühjahr erreicht werden konnte, dass die Vorderladerwaffen im Kabinettsentwurf zum Waffengesetz nicht mehr genannt wurden, somit nicht mehr Gegenstand des Gesetzgebungsverfahrens sind und damit vor allem weiterhin erlaubnisfrei bleiben, zeichnet sich mittlerweile ebenfalls ab, dass die bereits im März dem BSSB gegebenen Zusagen zu den Bedürfnisprüfungen für den weiteren Besitz von Waffen und Munition(„nach 10 Jahren im Schützenverein muss Schluss sein mit Bedürfnisprüfungen“) ebenfalls eingehalten werden können.

Auch der Vorstoß des Bundesrats bezüglich einer Erlaubnispflicht für die Armbrust konnte wohl abgewehrt werden.

Nachdem hinsichtlich der Magazine noch keine zufriedenstellenden Regelungen in Aussicht sind, werden wir die Gelegenheit nutzen um in Lichtenfels hierzu nochmals einzuhaken. Wir schlagen eine Regelung vor, die im Bundesjagdgesetz vergleichbar schon Anwendung findet: Nämlich auf Sportschützen umgelegt ein Verbot, halbautomatische Waffen je nach Waffenart (für Kurzwaffen) mit mehr als zwanzig+1 oder (für Langwaffen) mit mehr als zehn+1 Patronen zu laden, sofern es eine Disziplin nicht explizit anderweitig erfordert. Damit wären sämtliche undurchsichtigen und unverständlichen Regelungen einfach gelöst. Eventuelle Ausnahmegenehmigungen für Teilnehmer internationaler Wettkämpfe nutzen dem Breitensportler nichts, Einsteiger in den Schießsport würden nur aufgrund eines bloßen Magazinerwerbs nicht in die Falle tappen. Ebenfalls wären die Probleme der Besitzstandswahrung von laut Politik 1.500.000 Magazinen vom Tisch und ein sicherer Verwaltungskollaps vermieden.

Im Sinne der EU-Feuerwaffenrichtlinie ist für uns vorstellbar, dass der Neuerwerb ‘großer‘ Magazine für Inhaber einer Waffenbesitzkarte mit passender Waffe weiterhin möglich ist.

Wir hoffen auf Unterstützung der anderen Schießsportverbände in dieser Sache.

Ebenfalls werden wir unser Konzept zur Grünen Waffenbesitzkarte vorstellen, das im weiteren Diskussionsprozess (etwa bei der Neufassung der Allgemeine-Waffengesetz-Verordnung AWaffV) berücksichtigt werden soll:

wir möchten den Schützen innerhalb der Grünen WBK spürbar mehr „Bewegungsfreiheit“ verschaffen, dabei für eine deutliche Verwaltungsvereinfachung sorgen unter Berücksichtigung gleichbleibend hoher Sicherheitsstandards wie bisher.

Nach der Expertenanhörung im Innenausschuss des Bundestags am 11.11.2019 wird die Deckelung von Langwaffen für Jäger diskutiert.

Ebenfalls kommen Mutmaßungen auf, für den Erwerb von Waffen, die eintragungspflichtig auf der Gelben Waffenbesitzkarte für Sportschützen sind, nach der zehnten Waffe eine Bedürfnisbescheinigung für jede weitere Waffe seitens des Verbands vorauszusetzen. Damit möchte die Politik dem ‘Waffenhorten‘ begegnen. Für eine umfassende Besitzstandswahrung soll dies nicht auf bestehende Gelbe WBK-Erlaubnisse abzielen, sondern für künftige Erwerber einer Gelben Waffenbesitzkarte gelten. Das Privileg der Gelben Waffenbesitzkarte würde damit zwar nicht verloren gehen, jedoch eine Einschränkung erfahren.  

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. Dezember 2019 10:56 Uhr