Ulrike Übelacker-Kühn

70. Delegiertenversammlung des BSSB in der Alten Messe München

bssb 70 Delegiertenversammlung

„Unsere Delegiertenversammlung setzt ein Zeichen für die Beständigkeit unseres Schützenwesens auch in schwierigen Zeiten“, so 1. Landesschützenmeister Christian Kühn, der rund 200 Delegierte aus ganz Bayern in der Kongresshalle der Alten Messe München zur 70. Ordentlichen Delegiertenversammlung des BSSB begrüßte. Er freute sich besonders darüber, dass auch Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann, die 3. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, Verena Dietl, der weitere Stellvertreter des Landrats, Jörg Ammon, und der Vizepräsident Sport des Deutschen Schützenbundes, Gerhard Furnier, der Einladung gefolgt waren und ihre Grüße überbrachten.


Staatsminister Joachim Herrmann untermauerte in seiner Ansprache die Bedeutung des bayerischen Schützenwesens für die Gesellschaft. Umso unverständlicher sei es, dass es immer wieder Vorstöße gebe, das ohnehin restriktive deutsche Waffengesetz noch weiter zu verschärfen. Es sei erst kürzlich wieder gelungen, einen neuen Gesetzentwurf vom Tisch zu bekommen, und der Staatsminister versprach, auch weiterhin an der Seite der Schützen zu stehen.

Ebenso sagten 3. Bürgermeisterin Verena Dietl und der weitere Stellvertreter des Landrats, Otto Bußjäger, ihre Unterstützung zu und betonten die wichtige soziale Funktion des Sports und der Vereine.  

Gerhard Furnier, der Vizepräsident Sport des DSB, informierte über aktuelle Themen im Bundesverband, insbesondere über die bevorstehenden Olympischen Spiele in Tokio.

BLSV-Präsident Jörg Ammon, Tirols Landesoberschützenmeister Andreas Hauser und Südtirols Landesoberschützenmeister August Tappeiner betonten in ihren Grüßen die Verbundenheit mit dem BSSB.

1.Landesschützenmeister Christian Kühn ließ in seiner Ansprache und seinem Bericht die Aktivitäten des Landesverbandes Revue passieren, richtete aber seinen Blick auch in die Zukunft. So tief der Einschnitt der Pandemie für die Schützenvereine war, so engagiert starten aktuell Sportbetrieb und Schützenvereinsleben in Bayern wieder durch. 1. Landesschützenmeister Christian Kühn: „Wir Sportschützinnen und Sportschützen stehen in der Mitte der Gesellschaft. Unsere Erfolge auf der Bühne des internationalen Spitzensports, aber auch die landauf, landab sehr aktiven Schützenvereine treffen ins Schwarze. Die Grundausrichtung stimmt.“ Angesichts des bayernweit mit über 2,6 Millionen Euro zu Buche schlagenden, pandemiebedingten wirtschaftlichen Schadens für die Schützenvereine tut finanzielle Hilfe dringend Not. Die bisherigen Maßnahmen seitens des Freistaats und des Bundes seien richtige und wichtige Schritte, reichten aber bei weitem nicht aus. Unterstützung durch Staat und Politik sei auch an anderen Stellen gefragt: Eine finanzielle Aufstockung der in Bayern sehr erfolgreichen Förderung des vereinseigenen Schießstättenbaus, der Erhalt der bewährten Sportmunition innerhalb der EU und ein verlässliches Waffenrecht seien Anliegen der bayerischen Sportschützinnen und Sportschützen gegenüber der Politik, führte Christian Kühn aus. Auch innerhalb des Verbandsgefüges würden Wegmarken gesetzt: Der 1. Landesschützen-meister hat eine Digitalisierungsinitiative angestoßen, die die Verbandsentwicklung zukunfts-gerichtet und dynamisch begleiten wird. Eine erhöhte innerverbandliche Kommunikation, ein besonderes Augenmerk auf die Jugendförderung, die Mitgliederwerbung und den Sportbereich sichern die Zukunft des Sportschießens in Bayern. Der Aufbau von Talentförderzentren bringt die verbandliche Spitzensportförderung in die Fläche, und ein Fortbildungsprogramm mit landesweiten Bildungsstützpunkten und Online-Seminaren erweitert das Kompetenznetzwerk des Fachverbandes BSSB.

Zahlreiche Impressionen der Delegiertenversammlung finden Sie auf den Facebook-Seiten des BSSB (LINK).


Zuletzt aktualisiert: Montag, 19. Juli 2021 15:08 Uhr