Ulrike Übelacker-Kühn
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Neujahrsempfang des BSSB – 2017 war ein gutes Jahr

bssb Bausback_Kink
 
Der Bayerische Sportschützenbund lud ein und viele kamen: Der traditionelle Neujahrsempfang im Studentensaal und dem Hofgarten des Münchner Traditionsgasthauses „Zum Franziskaner" war wieder der Treffpunkt der bayerischen Landespolitik, der Wirtschaft  und Gesellschaft mit den Vertretern der bayerischen Schützen aus Gauen, Bezirken und Landesverband.
Den Protektor des BSSB, S. K. H. Herzog Franz von Bayern, vertrat S. H. Prinz Wolfgang von Bayern. Minister und Staatssekretäre wie u. a. Staatsminister der Justiz Prof. Dr. Winfried Bausback und Staatssekretär im Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, Abgeordnete aus Bund und Land aller Parteien, u. a. Florian Hahn (MdB) und die Landtagsabgeordneten Hubert Aiwanger, Natascha Kohnen, Berthold Rüth (Vorsitzender des Landessportbeirates) und Diana Stachowitz (Präsidentin des BVS Bayern) ließen es sich nicht nehmen, am Donnerstag vor dem Faschingswochenende am Empfang teilzunehmen. Neben DSB-Vizepräsident Sport Gerhard Furnier waren auch die Präsidenten bzw. Landesschützenmeister Badens, Roland Wittmer und des OSB, Franz Brunner, sowie der Präsident des Landes-Jagdverbands Prof. Dr. Jürgen Vocke, der Präsident des Bayerischen Landessportverbands, Günther Lommer und der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä gekommen.
 
Staatsminister der Justiz Prof. Dr. Winfried Bausback hielt in Vertretung des verhinderten Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer die Festansprache. Bei all den politischen Entwicklungen der vergangenen Monate schauten die Schützen immer positiv in die Zukunft, von Müdigkeit, Verdrossenheit oder gar Resignation sei nichts zu spüren, lobte der Politiker die Schützen in den Vereinen landauf, landab. Das spiegle sich auch in den steigenden Mitgliederzahlen wider. Dies sei gut für unser Land, denn durch bodenständige Gemeinschaften werde die Gesellschaft zusammengehalten. Dem sei in den nunmehr abgeschlossenen Koalitionsgesprächen Rechnung getragen worden. Der Sport – Leistungs- und Breitensport gleichermaßen – habe gebührende Berücksichtigung gefunden. Prof. Dr. Winfried Bausback betonte im Weiteren, dass – auch dank der engagierten Arbeit der Schützenvereine – das Leben in Bayern besonders angenehm sei. Hier würden Tradition und Moderne gleichermaßen gelebt, so das Geheimnis des Erfolges. Darauf könnten wir alle stolz sein.
 
Die Bezirke gehörten zu Bayern wie die Schützen, stand am Beginn der Ausführungen von Bezirkstagepräsident Josef Mederer. Die Schützenschar präge das Bayernbild maßgeblich. Dies geschehe nicht allein beim Oktoberfest oder dem Trachten- und Schützenzug, sondern auch im Alltag in der Arbeit der Schützenvereine in den Gemeinden. Schützen übernähmen zudem Verantwortung, was sich im Engagement in den bayerischen Bündnissen zeige. Besonders lobte der Volksvertreter den Einsatz der Schützen in der Jugendarbeit, der Inklusion Körperbehinderter und der Integration von Menschen, die in Bayern eine neue Heimat suchten.
 
Stadtrat Manuel Pretzl stellte die Bemühungen der Landeshauptstadt München bei der Sportförderung heraus und stellte klar, dass bezüglich der Arbeit des Kreisverwaltungsreferates nicht der legale Waffenbesitz das Problem sei, die Gesetze und Vorschriften nicht weiter verschärft werden dürften.Als Vertreter der Bürgerallianz Bayern sprach der Präsident des Bundes der Steuerzahler in Bayern, Rolf Baron von Hohenhau zu den Gästen. Er stellte die Bürgerallianz und deren Ziele vor und forderte einen weitgehenden Abbau der Bürokratie, die das Ehrenamt behindere, ja bisweilen junge Menschen von der Übernahme eines Ehrenamtes abhalte: „Wir müssen die jungen Menschen wieder für die Vereine begeistern!" Denn nur so könne eine positive Zukunft geschaffen werden.
 
In seiner Ansprache fasste 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink die Ereignisse des vergangenen Jahres aus der Sicht des BSSB zusammen und kam zu dem Schluss, dass es ein gutes Jahr gewesen war. Das hoffe er auch von 2018, nachdem das Waffenrecht im neuen Koalitionsvertrag nicht berücksichtigt worden ist, eine weitere Verschärfung also nicht zu befürchten sei. Gleichermaßen forderte Wolfgang Kink weitere Zuschüsse für die Trainerausstattung, denn nur mit mehr professionellen Trainern könnte einerseits die Talentfindung und -förderung verbessert werden und andererseits die derzeit ausschließlich in ehrenamtlicher Hand liegende Ausbildung beim Wurfscheibenschießen verbessert werden.
 
Leistungssportler brauchen ein optimales Umfeld, stellte der Landesschützenmeister fest und verwies auf die Ansprüche, die der DOSB an die Verbände stelle.
 
Ohnehin müsse ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden, denn Leistungssportler könnten nur dann Medaillen erringen, wenn sportliche und berufliche Karriere im Einklang stünden. Hier seien weitere Planstellen bei Behörden sinnvoll, die dem Sportler (auch Behindertensportlern) das Miteinander von Beruf und Sport ermöglichten.
 
1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink nutzte den Empfang und seine einführende Ansprache auch zum Dank an alle haupt- und ehrenamtlichen Kräfte, die im vergangenen Jahr dafür gesorgt haben, dass das bayerische Schützenwesen weiter an Ansehen gewonnen hat.
 
 
 
Zuletzt aktualisiert am Montag, 12. Februar 2018 11:15 Uhr