Trauer um Landesehrenmitglied Karl Gegenfurtner
Mit großer Trauer nimmt das bayerische Schützenwesen Abschied von Karl Gegenfurtner, der im 98. Lebensjahr verstorben ist.
Mit dem Tod von Landesehrenmitglied Karl Gegenfurtner verliert der Bayerische Sportschützenbund eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg das Schützenwesen insbesondere in Niederbayern geprägt hat wie nur wenige andere. Sein Name steht für Verlässlichkeit, Pflichtbewusstsein, sportliche Kompetenz und eine lebenslange Hingabe an den Schießsport.
Karl Gegenfurtner gehörte zu den großen Persönlichkeiten des niederbayerischen Schützenwesens. Seit 1950 war er Mitglied im Bayerischen Sportschützenbund und zählte damit im besten Sinne zum „Schützen-Urgestein“. Bereits früh übernahm er Verantwortung und stellte seine Kraft in den Dienst der Gemeinschaft. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg wirkte er auf Vereins-, Gau- und Bezirksebene in zahlreichen Führungs- und Fachfunktionen – oft gleichzeitig und stets mit außergewöhnlichem Engagement.
Im Schützengau Deggendorf setzte Karl Gegenfurtner bleibende Maßstäbe. Von 1964 bis 1972 war er als Gausportleiter tätig, ehe er von 1972 bis 1999 als 1. Gauschützenmeister die Geschicke des Gaues lenkte. Mit Weitblick, Tatkraft und großem persönlichen Einsatz entwickelte er den Gau entscheidend weiter und war für viele Generationen von Schützinnen und Schützen ein verlässlicher Ansprechpartner.
Auch im Schützenbezirk Niederbayern war sein Wirken von herausragender Bedeutung. Von 1966 bis 1972 übernahm er das Amt des 2. Bezirkssportleiters sowie des Rundenwettkampfleiters. Ab 1972 kümmerte er sich als Bezirksobmann für die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern, um die Qualifikation des Nachwuchses und die Förderung des Ehrenamts. Darüber hinaus war er in zwei Amtszeiten – von 1973 bis 1982 sowie von 1991 bis 2001 – als 3. Bezirksschützenmeister tätig.
Sein langjähriges Wirken war geprägt von großem Fachwissen, Zuverlässigkeit und der steten Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Besonders als kompetenter Schießsportpraktiker genoss Karl Gegenfurtner weit über Niederbayern hinaus höchste Anerkennung. Er war eine Führungspersönlichkeit mit Ausstrahlung, die das Schützenwesen nachhaltig mitgestaltete und auch bayernweit wichtige Impulse setzte.
Für seine außergewöhnlichen Verdienste erhielt Karl Gegenfurtner zahlreiche hohe Ehrungen. Dazu zählen die Ehrenmitgliedschaften im Gau und im Bezirk ebenso wie das Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Schützenbundes. Eine besondere Würdigung seines jahrzehntelangen Einsatzes war zudem die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Bundespräsidenten.
Mit Karl Gegenfurtner verliert die bayerische Schützenfamilie einen herausragenden Ehrenamtsträger, einen geschätzten Ratgeber und einen Menschen, der mit Bescheidenheit, Kompetenz und Herzblut wirkte. Sein Lebenswerk wird weiterbestehen – in den Vereinen, in den Strukturen des Verbandes und in der Erinnerung all jener, die ihn kennenlernen durften.
